Minentoter bei Otočac

In dem Ort Dabar in der Nähe von Otočac, haben gestern Abend gegen 20:00 Uhr vier junge Männer ein Gebiet betreten, von dem bekannt war, dass es noch vermint ist.

Dabei ist eine Mine explodiert und einer von ihnen ist auf der Stelle getötet worden. Die drei Anderen mussten schwerverletzt in ein Krankenhaus gebracht werden, teilte heute heute eine Sprecherin der Polizei mit.

Es ist noch nicht bekannt, aus welchem besonderen Grund, sie dieses Gebiet betreten haben.

Quelle: Hina

5 Kommentare zu “Minentoter bei Otočac”

  1. istra

    Gebe hier nur wieder, was auch heute noch geschehen kann:
    ZITAT “GLEITSCHIRM UND DRACHEN FORUM” Benutzer maxstek:
    …” Unfall mit Mine auf dem Insel Vis im Kroatien

    [ Vollzitat gekürzt - Soline ]

    vielen dank Max Stek, “Der Fliegende Hollander”.
    ZITAT ENDE, kein Kommentar.

  2. Soline

    @ Istra

    Zitat: “Gebe hier nur wieder, was auch heute noch geschehen kann”

    Es hat in der Tat diesen tragischen Fall gegeben. Er ist aber nicht in der heutigen Zeit, sondern im Jahr 2005 passiert, wie man unschwer erkennen kann.

    Der Vorfall ist übrigens damals in diesem Forum:

    http://www.forum-kroatien.de/t509045f11734862-Urlauber-verlor-Bein-durch-Landmine-auf-der-Insel-Vis.html

    ausführlich diskutiert worden.

  3. istra

    Reisende die im Hinterland von Zadar oder Dubrovnik oder fern der Küsten reisen wollen, sollten dringend beachten:
    Im Jahr 2007 ist im Bereich Umgebung der Stadt Zadar ein weiterer Tourist von einer Mine betroffen. Er wurde getötet:
    http://www.balkanforum.info/f12/kroatien-italiener-explosion-landmine-getoetet-14283/
    Nach weiteren Berichten sollen in Kroatien im Landesinneren noch sehr viele Landminen liegen. Die Angaben schwanken von 700.000 bis 2.500.000 Stück.
    Man sollte auf die Minenwarnung des Deutschen Auswärtigen Amtes einen Blick auf den folgenden Link werfen:
    http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/Kroatien/Sicherheitshinweise.html
    Das unterstreicht die Minenkarte bei folgendem Link:
    http://www.maic.jmu.edu/JOURNAL/9.1/Focus/marsic/hocevar_adriatic2_cmyk300.gif

    Auch wenn es schmerzt muss man sagen, dass es nicht gut ist, dass die Regierung die Minenräumung nicht so rasch vornimmt, wie es für ein Tourismus-Land notwendig wäre und wie es für die Sicherheit der eigenen Bevölkerung ebenfalls geboten ist!
    Es erscheint mir auch fraglich, wieso das bei den Beitrittsverhandlungen mit der EU kein Thema zu sein scheint, für das die EU dringend zweckgebundene Mittel/Gelder ausgeben müsste und die nationalen Armeen der EU mit tätiger Hilfe (Räumpanzer, Spezialkommandos) Kroatien als Mitglied der NATO bereits heute beistehen musste!!!

  4. Soline

    Nachdem sich dieses Unglück ereignet hat, wurde die Frage gestellt, warum sich die vier Männer in dem bekannten Minenfeld aufgehalten haben.

    Heute schreibt die Zeitung “Novi List” über diesen Fall. Danach sollen sie in diesem Gebiet, ohne im Besitz einer Erlaubnis zu sein, illegal der Jagd nachgegangen sein.

    Noch eine Anmerkung dazu: Durch ihr unvernünftiges Handeln haben sie die Rettungskräfte in höchste Lebensgefahr gebracht, als sie die Verletzen geborgen haben.

  5. istra

    @soline
    Ich glaube nicht, dass die vier Männer unvernünftig handelten. Ist es nicht normal, dass sich Personen überall hin bewegen können? Sie tun es einfach, das zeigt sich in den letzten Jahren immer wieder! Der Krieg, der Hass und die kroatische Regierung haben Mitschuld. Warum hat die Regierung nicht längst alles räumen lassen? Warum tun diese Verantwortlichen so wenig?

    Wenn es so wäre, dass überall Minenfelder gut gesichert wären, ja das Betreten von Minenfeldern nur unter Beseitigung von Widerstand möglich wäre, dann kann man sagen, die Opfer haben Mitschuld, sonst aber nicht.
    Auch die Regierung macht sich schuldig, wenn Rettungskräfte wegen der Untätigkeit der Regierung zu Opfern würden.

    Man sollte die Opfer nicht zu Täter stempeln. Opfer bleiben Opfer.

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