Gefängnisstrafe von Branimir Glavaš wurde von zehn auf acht Jahre reduziert

Der Jurist und rechtspopulistische Politiker Branimir Glavaš (früher HDZ, später HDSSB), ist am 8.5.2009 zu einer Gefängnisstrafe von zehn Jahren verurteilt worden, weil das Gericht zu der Überzeugung gelangt ist, dass er im Jahr 1991 in Osijek Kriegsverbrechen begangen hat.

Vor Verkündung des Urteils hatte er von April 2007 bis Januar 2008 in Untersuchungshaft gesessen und zu dieser Zeit auf sich Aufmerksam gemacht, indem er mehrfach in einen Hungerstreik getreten ist. Vor der Urteilsverkündung befand er sich auf freiem Fuss und ist kurz vorher nach Bosnien-Herzegowina geflüchtet. Dort fühlte er sich sicher, weil er auch die Staatsangehörigkeit dieses Landes besessen hat und zu diesem Zeitpunkt, nicht an Kroatien ausgeliefert werden konnte.

Er hat von dort das Urteil mehrfach als politisches Urteil bezeichnet und durch seine Rechtsanwälte, bei dem Obersten Gericht der Republik Kroatien beantragen lassen, dass es wieder aufgehoben wird.

Heute hat dieses Gericht sein Urteil verkündet. Es ist ebenfalls zu der Überzeugung gekommen, dass er Kriegsverbrechen begangen hat. Einzig die Gefängnisstrafe ist von zehn, auf acht Jahre reduziert worden.

Anmerkung:
Zwischen Kroatien und Bosnien-Herzegowina ist inzwischen ein Abkommen abgeschlossen worden, welches die gegenseitige Auslieferung bei doppelter Staatsangehörigkeit ermöglicht. Es bleibt jetzt abzuwarten, ob Glavaš tatsächlich ausgeliefert wird und in Kroatien seine Gefängnisstrafe antreten muss.

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