Wer kannte “Heimweh Willi”?

Am Ende des 2. Weltkrieges ist ein Angehöriger der deutschen Wehrmacht desertiert und zu den jugoslawischen Einheiten übergelaufen.

Nach dessen Ende hat er sich zunächst in Rijeka niedergelassen und im Jahr 1950 wurde ihm in der Bucht von Soline, in dem Ort Čižići, ein Grundstück in Erbpacht überlassen, auf dem er unter sehr schwierigen Bedingungen, ein für damalige Zeite sehr schönes Haus gebaut hat.

Seinen Lebensunterhalt konnte er durch den Verkauf von Spezialitäten an Touristen erzielen, die er nach Rezepten seiner früheren Heimat verfeinert hat. Selbstgebackenes Brot, Wein, Schinken und Schnaps waren sein Markenzeichen und sollen einen sehr grossen Kreis von Abnehmern gefunden haben.

Noch heute wird erzählt, dass es für die ersten Bootsfahrern, die nach dem Krieg nach Jadranovo, Dramalj, Crikvenica und Selce gereist sind obligatorisch war, ihn auf der Insel Krk zu besuchen, um für wenige D-Mark oder Schillinge bei ihm etwas leckeres essen und trinken zu können. Sie kannten ihn nur unter dem Namen “Heimweh Willi”, weil er immer über Deutschland geredet hat.

Er ist um 1989 verstorben und seine damalige Lebensgefährtin Marija lebte noch ein paar Jahre in seinem Haus, sie musste aber den Gastbetrieb einstellen und ist selber im Jahr 1994 gestorben.

Wer ihn noch gekannt hat und etwas über ihn erzählen kann möchte ich bitten, mir dies über die Kontaktzeile mitzuteilen, denn ich habe die Absicht, einen Bericht über ihn, hier in diesem Blog zu veröffentlichen.

Anmerkung: Sein Haus und sein Grundstück gibt es noch. Das Haus ist leider sehr verfallen und der schöne Garten verwildert. Wegen Erbstreitereien hat man noch keinen neuen Besitzer finden können.

Ein Kommentar zu “Wer kannte “Heimweh Willi”?”

  1. Soline

    In diesem Fall kann ich über ein Zwischenergebnis berichten. Es hat sich ein Leser über die Kontaktzeile gemeldet, dessen Grossonkel “Heimweh Willi” gewesen sein könnte.

    Sobald es weitere und konkretere Informationen gibt, werden sie in diesem Blog mitgeteilt.

    Für mich wäre es eine riesige Freude, wenn ich auf diesem Weg den Angehörigen mitteilen könnte, wo er bestattet worden ist.

    Wenn seine noch lebenden Angehörigen nicht möchten, dass sein Schicksal in der Öffentlichkeit behandelt wird, werde ich das selbstverständlich respektieren.

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