Illegales Bauen in Kroatien

In Kroatien darf nur etwas gebaut werden, wenn vorher eine “Lokacijske Dozvola” und eine “Građevinska Dozvola”, bei der dafür zuständigen Gespanschaft beantragt und erteilt worden ist.

Diese Vorschrift wird nicht immer beachtet und die “Građevinske Inspekcije” der Gespanschaften führt Kontrollen durch. Sie ist auf eigene Initiative, aber wegen Personalmangel, meist aufgrund von Anzeigen aus der Bevölkerung aktiv.

Im ersten Halbjahr dieses Jahres sind bei der Gespanschaft Primorsko Goranska insgesamt 323 solcher Anzeigen eingegangen. In 184 Fällen konnte nachträglich eine gesetzliche Lösung gefunden werden und in allen anderen Fällen, mussten die Bauarbeiten sofort eingestellt und die errichteten Bauten wieder abgerissen werden.

Die Statistik für das Jahr 2009 hat folgendermassen ausgesehen: 663 Anzeigen und 283 nachträgliche Regelungen. In 23 Fällen sind Bussgeldverfahren und in 23 Fällen  Strafverfahren eingeleitet worden, weil die Anordnungen der Behörden nicht eingehalten wurden. Dabei ist auffallend, dass es die meisten Beanstandungen auf den Inseln Krk und Cres gegeben hat.

Ein Kommentar zu “Illegales Bauen in Kroatien”

  1. Mrvica

    Dazu muß man aber auch sagen, daß des öfteren Bauten, die vor dem jetzt geltenden Gesetzen errichtet wurden, beanstandet werden. Mir selbst ist ein Fall bekannt,wo ganz gezielt ein Objekt beanstandet wurde, das zu Kriegszeiten, nach dem damals gültigen Recht errichtet, ins Viesier der Inspektoren geriet. Um Fristen verstreichen zu lassen, wurde mit den Benachrichtigungen an den Besitzer, jeweils so lange gewartet, bis sich dieser wieder im Ausland aufhielt. Letztendlich nach Jahren der Streitereien, hat dann ein Gericht entschieden, daß der verfügte Abriss des Schuppens, nicht rechtens ist. Dieser Fall hat zumindest mir gezeigt, daß es auf Seiten der Gradevinska Inspektionen, massive private Intressenverquickungen gibt.

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