Sretko Kalinić an Serbien ausgeliefert

Der am 25.2.1974 in Zadar geborene kroatische Staatsbürger Sretko Kalinić ist am 18.1.2008 von einem Gericht in Belgrad zu einer Haftstrafe von dreissig Jahren verurteilt worden, weil er an der Ermordung des ehemaligen serbischen Ministerpräsidenten Zoran Đinđić im März 2003 beteiligt war. Angeblich gehört er zu dem sog. Zemun-Clan, dem schwerste Verbrechen nachgesagt werden. Der Haftstrafe hat er sich durch Flucht entzogen.

Er soll sich danach mit gefälschten Pässen in verschiedenen Ländern aufgehalten haben und ist im Juni dieses Jahres schwerverletzt in ein Krankenhaus von Zagreb eingeliefert worden, weil er von Miloš Simović, der ebenfalls dem Zemun-Clan angehören soll, angeschossen wurde. Dieser ist kurz danach, an der Grenze zwischen Kroatien und Serbien festgenommen worden.

Nach mehreren Operationen ist Kalinić wieder genesen und gestern unter grössten Sicherheitsvorkehrungen von einem Gericht in Zagreb, zu einer Haftstrafe von 18 Monaten verurteilt worden, weil er mit seinem gefälschten Pass illegal nach Kroatien eingereist ist.

Aufgrund einer kürzlich verabschiedeten Verfassungsänderung in Kroatien und eines abgeschlossenen Abkommens zwischen der Republik Serbien und der Republik Kroatien, ist er in der vergangenen Nach an Serbien ausgeliefert worden. Ein Flugzeug der serbischen Regierung hat ihn in Zagreb abgeholt und er ist danach in ein Gefängnis von  Belgrad gebracht worden.

Bei dieser Auslieferung handelt es sich um den ersten Fall, dass ein kroatischer Staatsbürger von Kroatien, an ein fremdes Land ausgeliefert wurde.

Hier ein Video von seiner Ankunft in Belgrad:

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