Eingesperrt und ausgegrenzt

Vor zwei Tagen berichtete die internationale Organisation “Human Rights Watch”, “in Kroatien müssen Tausende Menschen mit geistigen Behinderungen gegen ihren eigenen Willen in Einrichtungen leben, die ihre Privatsphäre, Selbstbestimmtheit und Würde verletzen.” Mehr dazu hier.

Es wurde nicht mitgeteilt, ob es ausländische Institutionen oder Vereine und Verbände gibt, die Kroatien bei der Lösung dieser schweren Probleme behilflich sind.

3 Kommentare zu “Eingesperrt und ausgegrenzt”

  1. istra

    In Deutschland z.B. machen die PFLEGEARBEIT und WEITERBILDUNG (!) geistig behinderter Menschen weniger private Vereine, sondern überwiegend die beiden großen Kirchen. Die Bezahlung erfolgt im Durchschnitt zu 97% vom Staat und zu 3 % aus Spenden. Die Kirchen selbst zahlen nach meinen Informationen keinen monetären Beitrag. Letztlich kommt das Geld vom Steuerzahler.
    Dieses Modell funktioniert bisher gut und alle sind zufrieden.
    Kroatien sollte es wohl möglich sein, so ein ausländisches funktionierendes Modell zu importieren.
    Auf ausländische Finanzierung ist keine Hoffnung. Warum auch?
    Kroatien ist selbstständig.

  2. Soline

    Das diese Menschen auch in anderen Ländern nicht immer so versorgt werden, wie es notwendig ist, kann man hier sehen:

    http://www.krone.at/Oesterreich/So_sollen_die_Pfleger_ihre_Patienten_gequaelt_haben-Heim-Skandal-Story-222094

  3. istra

    @soline:
    Ich habe von Deutschland den Eindruck, dass man es in der 2.Republik, nach den furchtbaren Verbrechen der “Nationalsozialistischen Rassenhygiene” (Kinder-Euthanasie, Nazi-Eugenik) es dort gut machen will bei der Behindertenpflege. Man will sich von der unfassbar verbrecherischen Vergangenheit durch vorbildlicher Sorge um die geistig Behinderten sagen wir abgrenzen. Daher wendet man in Deutschland beachtliche Mittel auf.

    An den Besten soll sich Kroatien messen.

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