Restitutionsansprüche gegenüber Kroatien

Im Jahr 1945 haben im ehemaligen Jugoslawien die Enteignungen und Verstaatlichungen begonnen, die am Ende ein gewaltiges Ausmaß angenommen haben. Dazu gehörten auch Besitztümer in der Republik Kroatien.

Nachdem sich Kroatien selbstständig gemacht hatte,  sind diese zunächst einmal an den Staat übergegangen und viele frühere Eigentümer, oder deren erbberechtigten Nachfahren, haben Restriktionsansprüche geltend gemacht. Bei den in Kroatien lebenden Personen sind diese Ansprüche inzwischen durch Rückgabe oder Zahlung einer Entschädigung, weitgehend befriedigt worden.

Anders verhält es sich bei Personen, die im Ausland leben und ebenfalls Restriktionsansprüche geltend gemacht haben.

Wie die Zeitung Novi List heute schreibt, liegen im Moment noch mehr als 4.000 Anträge aus dem Ausland vor, die noch nicht entschieden sind.

Die meisten Antragsteller stammen aus Italien und Österreich. Es liegen aber auch Anträge aus Ländern wie Israel, Deutschland, USA, Slowenien, sowie weiteren Ländern vor. Die kroatische Regierung soll jetzt versprochen haben, dass alle Fälle so schnell wie möglich erledigt werden.

Ob dieses Versprechen kurzfristig eingehalten werden kann wird sich zeigen. Einige der früher enteigneten Grundstücke und Häuser, sind nämlich in der Zwischenzeit, an neue Besitzer verkauft worden.

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