Probleme bei der Küstenüberwachung

Die kroatische Adriaküste hat eine Länge von 1.778 km. Für ihre Überwachung ist keine eigene Küstenwache nach deutschem Vorbild vorhanden, sondern sie wird von der Kriegsmarine und der Luftwaffe wahrgenommen, wofür im Moment nur 9 Schiffe, 4 Hubschrauber und zwei Flugzeuge im Einsatz sind. Wegen notwendiger Reparaturen ist ihre Einsatzfähigkeit nicht ständig gewährleistet.

Mit diesen unzulänglichen Mitteln müssen die Aufgaben der Küstenwache, d.h. auch die Überwachung der kroatischen Hoheitsgewässer durchgeführt werden. Dazu gehört, dass die international vorgesehenen Fischereirechte überwacht werden.

In Kroatien ist es kein Geheimnis, dass gegen diese Fischereirechte von Fischern aus Italien und Slowenien regelmäßig verstoßen wird. Werden ab und zu einmal unberechtigte Fischer aufgebracht, wird darüber groß in den Medien berichtet. Die Grauzone soll nach Expertenmeinung viel größer sein, als öffentlich bekannt wird. Mit Rücksicht auf die zukünftigen EU-Partner,  sind bis jetzt die wenigen eingeleiteten Verfahren, meist “im Sande verlaufen”.

Heute hat ein Fischer aus Novigrad gegenüber Medien berichtet, dass er in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, in einer Entfernung von 11 Meilen vor der Küste von Novigrad, innerhalb von kroatischen Hoheitsgewässern, von vier italienischen Fischerbooten regelrecht angegriffen wurde. Die Folge sei gewesen, dass ihm die Netze im Wert von 7.000 Euro zerstört wurden.

In diesem Zusammenhang hat er darauf hingewiesen, dass es sich nicht um den ersten Fall dieser Art gehandelt hat. Er verlangt jetzt eine Entschädigung, denn durch die Fischerei mit seinem Boot, könnten eigentlich drei Familien aus Istrien ernährt werden und überleben. Bekommt er keine Entschädigung, muss er die Fischerei einstellen, meinte er.

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