Forderung nach mehr Autonomie in Rijeka

Gestern hat in Brüssel eine Konferenz stattgefunden, die unter dem Titel “Independence in EU” veranstaltet wurde. Etwa 400 Teilnehmer aus ganz Europa, darunter auch Europa-Abgeordnete, haben daran teilgenommen. Es wurde darüber diskutiert, ob es nicht besser sei, neue kleine Regionalstaaten zu gründen oder bestimmten Gebieten eine größere Autonomie zu gewähren. Natürlich alles unter dem Dach der EU.

Eine Neugründung oder größere Autonomie wäre z.B. für Wales, Schottland und Flamen, aber auch für andere Regionen erstrebenswert, um ein besseres Leben der Bevölkerung innerhalb Europas verwirklichen zu können.

Zu den Teilnehmern gehörte auch Zlatko Moranjak, ein Mitglied des Vorstandes der Partei “Lista za Rijeku”. Er kritisierte die Zentralisierung in Kroatien und wies darauf hin, dass seine Partei eine radikale Änderung in der Steuerpolitik des Landes fordert, weil der größte Teil des Steueraufkommens der Gespanschaft Primorsko Goranska nicht in ihr selbst, sondern in anderen Teilen Kroatiens, vor allem in Zagreb verbraucht wird. Deshalb will er und seine Partei, dass eine Dezentralisierung stattfindet und er wies in diesem Zusammenhang drauf hin, dass man in Rijeka die beste Zeit erleben konnte, als die Stadt eine starke Autonomie besessen hat.

Die “Lista za Rijeku” sieht in Zukunft die Möglichkeit einen wirtschaftlichen und kulturellen Aufstieg zustande zu bringen, wenn der Stadt und der Gespanschaft eine Autonomie zugebilligt wird, wie sie schon einmal vor Jahrhunderten vorhanden war. Das dazu notwendige Potenzial sei auf jeden Fall vorhanden, meinte Moranjak zum Abschluss seiner Ausführungen.

Einen Kommentar schreiben: