Neues aus dem Gebiet des Kvarners

In Kroatien werden schon einige Jahre Pläne besprochen und diskutiert, wie der Hafen von Rijeka wieder zu der Bedeutung gelangen kann, die er früher einmal hatte.

Durch die Fertigstellung der Autobahn Rijeka-Zagreb ist inzwischen eine bessere Verkehrsanbindung in das Landesinnere und nach Ungarn hergestellt worden. Bis jetzt war man aber noch nicht in der Lage, den Zubringer vom Hafen zu dieser Autobahn fertigzustellen.

Der Ausbau des Container-Terminals in Rijeka wird im Moment durchgeführt und es werden immer noch internationale Investoren gesucht, die sich daran, sowie bei dem weiteren Ausbau und späteren Betrieb beteiligen sollen.

Um eine noch bessere Verkehrsanbindung zu erreichen, hat es schon vor Jahren konkrete Pläne gegeben, die Eisenbahnstrecke von der ungarischen Grenze bis nach Oštarije bei Ogulin auszubauen und von dort eine ganz neue Strecke nach Rijeka zu bauen.

Bei der Planung für den Bau dieser Großinvestition ist gleichzeitig die Idee geboren worden, einen Abzweig zu der Insel Krk nach Omišalj und eine neue Brücke für den Eisenbahn- und Straßenverkehr zu bauen.

Die Gespanschaft Primorsko Goranska hat vor ein paar Monaten, gemeinsam mit der Stadt Rijeka, eine Studie in Auftrag gegeben. Darin sollte geklärt werden, wie die Hafen- und Industrieprobleme von Rijeka in Zukunft gelöst werden können. Die Kosten dafür sollen mehrere Mio. Kuna betragen haben.

Diese Studie ist fertiggestellt worden und wurde in dieser Woche in Omišalj, einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt. Wie die Zeitung Novi List heute unter dem Titel: “Rijeka na račun Krka rješava prljavu industriju?”  (Rijeka löst auf Rechnung von Krk seine Probleme mit der schmutzigen Industrie?) schreibt, werden darin die alten Pläne eine Eisenbahnverbindung und eine neue Brücke zu bauen aufgegriffen. Außerdem sei vorgesehen, den Hafen in Omišalj für den Containerschiffsverkehr zu erweitern, langfristig Teile des Hafens von Rijeka stillzulegen und störende Industrieanlagen nach Omišalj zu verlegen.

Wie die Zeitung weiter schreibt, waren bei der Vorstellung der Studie Tome Sparožić, der Bürgermeister von Omišalj, Neven Komadina, der Bürgermeister von Dobrinj und Mladen Juranić aus Punat anwesend. Sie haben übereinstimmend diese Pläne abgelehnt, weil nach ihrer Meinung durch eine Verwirklichung, der Tourismus auf der ganzen Insel Krk in Mitleidenschaft gezogen würde und es nicht sein kann, dass die Probleme Rijekas auf Kosten der Inselbewohner gelöst werden.

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