Patentfond für Südost-Europa

Die österreichische Förderbank aws unterstützt südosteuropäische Länder mit ihrem Know-how beim Aufbau von Instrumenten und Institutionen zur Unternehmensförderung, der Vermarktung von Innovationen und dem Schutz geistigen Eigentums.

“Das Bewusstsein für Innovation und geistiges Eigentum muss in den Ländern Südosteuropas weiter gestärkt werden”, sagt Johann Moser, Geschäftsführer der austria wirtschaftsservice (aws). Das ist eines der Ziele des EU-Projekts “South-East European Co-Operation of Innovation & Finance Agencies” (SEE-IFA Network), dessen Leitung die österreichische Förderbank aws inne hat.

2011 sollen erste Maßnahmen für die Implementierung eines Cross-Border-Patentfonds für Südosteuropa gesetzt werden. Patentierbare Technologien sollen auf ihre Vermarktbarkeit geprüft, die besten dann gekauft, weiterentwickelt und vermarktet werden – und zwar in der gesamten Region. Im November legten bei einem von der aws organisierten Arbeitstreffen in Wien die Projektpartner aus insgesamt zehn Ländern die nächsten Schritte zur Realisierung des Patentfonds fest.

Übergeordnetes Ziel des SEE-IFA Network-Projekts ist der Know-how-Transfer in Sachen Förderung von Innovation in Wirtschaft und Unternehmen. “Die aws will mithelfen, dass kleine und mittlere Unternehmen in Südosteuropa leichteren Zugang zu Finanzierungsmitteln für innovative Projekte erhalten”, so aws-Geschäftsführer Bernhard Sagmeister. Dies stärkt die nachhaltige Entwicklung des gesamten Wirtschaftsraums.

So absolvieren derzeit im Rahmen des Projektes zwei Mitarbeiter der kroatischen und der serbischen Partnerorganisation ein “Traineeship” in der aws, um die österreichischen Förderprogramme kennenzulernen. Weiters finden regelmäßig Studienbesuche und Trainings in Wien und den Partnerländern statt, um Vertretern von südosteuropäischen Innovationsfinanzierungsagenturen die aws-Instrumente näher zu bringen.

Mehrere Bedarfsanalysen und Studien werden erarbeitet, um in den Partnerländern die Implementierung neuer Instrumente und neuer Institutionen zur Förderung innovativer KMUs vorzubereiten. “Die österreichischen Unternehmen profitieren von dieser Kooperation etwa durch bessere Vernetzung im Bereich Innovation und Intellectual Property in unserer Nachbarregion”, sagt Moser. “Außerdem entstehen durch das aws-Projekt viele wertvolle Kontakte zu regionalen Stakeholdern.” Zudem sollen heimische Unternehmen auf Expansionskurs von einer guten Förder-Infrastruktur in den jeweiligen Zielländern profitieren können.

An SEE-IFA Network nehmen neben der aws Partner aus Kroatien, Serbien, Mazedonien, Bulgarien, Rumänien, Ungarn, Slowenien, Italien und Griechenland teil.

Die austria wirtschaftsservice GmbH (aws) ist die Förderungsbank des Bundes. Als Spezialbank im öffentlichen Eigentum ist sie auf Unternehmensfinanzierung mit Schwerpunkt Gründer sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ausgerichtet. Die aws sorgt für Wachstums- und Entwicklungschancen dort, wo der freie Markt diese nicht in vollem Umfang garantieren kann: durch Vergabe von Zuschüssen, zinsgünstige Kredite, durch die Übernahme von Haftungen, durch Eigenkapital sowie durch Begleitung und Beratung.

Quelle: OTS

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