Verkehrsunfall von Rennfahrer Marin Čolak?

Am 6.11.2010 wurde zuletzt berichtet

Der am 4.3.1984 in Zagreb geborene Autorennfahrer Marin Čolak hat einen großen Teil seiner jungen Karriere in Deutschland verbracht und bereits einige Erfolge erzielen können.

Heute Mittag ist gegen 12:15 Uhr, nach Angaben der Polizei von Karlovac, auf der Autobahn Zagreb-Rijeka bei Bosiljevo, ein Fahrzeug der Marke Ferrari von der Fahrbahn abgekommen und danach vollständig ausgebrannt.

Bei dem Fahrer soll es sich um Čolak gehandelt haben, der schwer verletzt in das Krankenhaus von Karlovac gebracht wurde. Seine Mitfahrerin ist an Ort und Stelle durch den Unfall getötet worden.

Edit:

Heute ist ein Video von dem Unfall, welches von  einer Überwachungskamera aufgenommen wurde, veröffentlicht worden:

Inzwischen steht fest, dass Čolak der Fahrer war. Nach Polizeiangaben muss er mit weit überhöhter Geschwindigkeit gefahren sein. Nach nicht bestätigten Meldungen soll er ein Rennen mit einem Nissan-Fahrer ausgetragen haben. Weil er nicht angeschnallt war, ist er aus dem Fahrzeug geschleudert worden, bevor es Feuer gefangen hat.

Bei der getöteten Mitfahrerin handelte es sich um die erst 20-jährige Ivana Obad aus Dubrovnik. Sie war dort als sog. “Schönheitskönigin” bekannt. Nach Medienberichten steht man dort unter Schock und sie soll am Sonntag in ihrer Heimat beerdigt werden.

Nach Polizeiangaben ist gegen Čolak ein Strafverfahren, wegen fahrlässiger Tötung im Straßenverkehr eingeleitet worden.

Edit:

Über diesen Fall wird in den Medien immer noch ausführlich berichtet. Wie die Staatsanwaltschaft der Gespanschaft Karlovac heute mitteilte, gehen ihre Ermittlungen in die Richtung, gegen Čolak ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Tötung im Straßenverkehr durchzuführen, weil er auf einer öffentlichen Autobahn ein Rennen mit seinem Rennfahrerkollegen Dalibor Opačak durchgeführt hat. Dabei hätten sich beide Fahrzeuge berührt und aus diesem Grund sei es zu diesem folgenschweren Unfall gekommen.

Nach ihren Angaben können solche Straftaten in Kroatien mit einer Haftstrafe von bis zu zehn Jahren bestraft werden.

Nach Angaben einer Polizeisprecherin sind beide Fahrzeuge mit einer Geschwindigkeit von etwa 200 km/h gefahren. Aufgrund von verschiedenen Überwachungskameras, deren Bilder teilweise veröffentlicht wurden, kann dieser Unfall sehr gut von den Ermittlungsbehörden rekonstruiert werden.

Ausserdem wurde heute geschrieben, dass Čolak in Kroatien, wegen Undiszlipiniertheiten keine Rennfahrerlizenz mehr besessen hat,  sich aber im Ausland, wie z.B. in Deutschland noch an Autorennen beteiligen durfte.

Meinung: Die Autobahnstrecke von Karlovac in Richtung Rijeka und Split lädt gerade jetzt, zu der verkehrsarmen Jahreszeit dazu ein, schneller als erlaubt zu fahren. Das habe ich selbst vor wenigen Tagen miterleben dürfen/müssen. Leider scheint es Verkehrsteilnehmer zu geben, die diesen schönen Ausbau dazu nutzen, sich selbst und den anderen Verkehrsteilnehmern zeigen zu müssen, welch perfekte Autofahrer sie angeblich sind und welche PS-Zahlen sie unter der Haube haben. Dazu gehören nicht nur Fahrer aus Kroatien, sondern auch aus dem Ausland. Zum Glück gibt es in Kroatien verhältnismäßig viele Überwachungskameras auf Autobahnen, mit deren Hilfe nach einem Unfall wenigstens festgestellt werden kann, wer der Unfallverursacher war und mit welcher Geschwindigkeit er gefahren ist. Weitere Anmerkung dazu: Vor ein paar Monaten war jemand so freundlich und dazu bereit, mich auf dem Weg vom Zagreb zur Insel Krk mitzunehmen. Er hatte ein GPS-Gerät und sein Tempomat eingeschaltet und wir sind gemütlich, ohne Probleme auf der Insel Krk angekommen. – Unsere Frauen hätten gerne noch weitere 15 oder 30 Minuten gewartet, damit wir heil und gesund nach Hause kommen.

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