A. Mölzer: Agrams Aufnahme darf keinen….

Agrams Aufnahme darf keinen Beitritts-Automatismus für die Länder des Westbalkans auslösen – Brüssel misst gegenüber Kroatien und der Türkei mit zweierlei Maß, sagte Andreas Mölzer, der FPÖ Delegationsleiter, gestern im Europäischen Parlament.

Herr Mölzer: Die kroatische Landeshauptstadt heisst Zagreb und schon lange nicht mehr Agram.

9 Kommentare zu “A. Mölzer: Agrams Aufnahme darf keinen….”

  1. istra

    Klar ist, das Zagreb in Kroatien nur Zagreb heißt!
    In ganz Kroatien?
    Nein, die exterritoriale Botschaft von Österreich in Zagreb schreibt auch Agram statt Zagreb!

    Warum?
    Weil es international durchaus üblich und zulässig ist, dass Namen von Städten, Ländern, Staaten etc. im fremdsprachlichen Ausland anders heißen als im Innland. Also auch in Österreich. Also auch in deren Botschaft.

    Beispiele:
    Wien, Vienna.
    Roma, Rom, Rome.
    Bruxelles, Brüssel.
    Moskwa, Moskau, Moscow.
    Hrvatska Republika, Kroatien, Croatia.
    Usw.

    Lasst ihnen doch die Freude Eigennamen zu verwenden, zeigt Euch offen und großzügig, niemand will Euch etwas wegnehmen, auch keinen Namen.

  2. Saganul

    Mir fehlte an diesem Blogeintrag die Anmerkung “Meinung”, wie sie neulich verwendet wird wenn der Autor seine Meinung kundtut. So wie der Eintrag verfasst wurde ist es nicht auf Anhieb ersichtlich von wem diese Nachricht an Herrn Mölzer stammt.

  3. ivo

    Wieder ein Beispiel mehr dafür, dass wir für die “Vereinigten Staaten von Europa” einfach eine gemeinsame Sprache brauchen.

  4. istra

    @ivo
    die Sprachen Europas bleiben hoffentlich. Sie sind unterschiedlich und ein Reichtum Europas! Technisch ist das kein Problem. Wir werden bald Software haben, die geschriebenes und gesprochenes gut übersetzen wird.
    Es ist schön ein Chanson auf Französisch zu hören und vielleicht nicht alles zu verstehen, aber das französische Lebensgefühl zu bekommen. Oder eine Dalmatinische Klape! Einen Hubert von Goisern oder einen Herbert Grönemeier zu fühlen wäre in einer Einheitssprache nicht so romantisch.
    Europa ist Vielfalt, und das ist gut so.

    Was Du, mit verlaub, wahrscheinlich meintest ist, dass wir das gemeinsame Wir-Gefühl noch entwickeln sollten, das uns zu den “Vereinigten Staaten Europas” (USE?) eine “Denke” gibt, die uns die Zugehörigkeit zu EINEM Eropa ermöglicht, quasi wie eine gemeinsame Sprache.

  5. ivo

    Hallo Istra, Du hast in allem Recht und trotzdem möchte ich eine gemeinsame Sprache für Europa. Wir würden dann sicher mehr miteinander und weniger übereinander reden. Die bisherigen Sprachen als wichtiges Kulturgut möchte ich ja nicht abgeschafft wissen. Wer will, kann diese natürlich, weiter sprechen, schreiben und singen. So ähnlich halten wir es ja auch in allen Sprachen mit den Dialekten.
    Ich möchte nur dass Wirrwar beendet haben und damit auch dazu beitragen, dass Vorurteile beseitigt werden. Diese entstehen nämlich meistens daraus, dass man jemand nicht kennt. Und Kennenlernen kann ich am besten dann jemand, wenn ich mich mit ihm unterhalten kann.
    Und ein kleiner, nicht unwichtiger Nebeneffekt käme hinzu. In den weiterführenden Schulen würde viel Zeit frei werden für andere Fächer als Fremdsprachen lernen.

  6. istra

    @ivo

    Hast Du einen Vorschlag welche Sprache als gemeinsame Sprache genommen werden soll?

  7. ivo

    Guten Morgen istra,
    ja: Italienisch wäre mein Favorit. Hat viele Selbstlaute und klingt deshalb schön. Spanisch ginge,glaube ich, auch.
    Französisch scheidet aus, weil die Engländer da niemals mitmachen würden. Aus dem gleichen Grund scheidet Englisch aus, weil da wieder die Franzosen ihr Veto einlegen würden. Deutsch würde von wohl von Engländern und Franzosen, und nicht nur von diesen, verworfen.
    Es gibt da noch die Kunstsprache Esperanto, die ich nicht kenne. Zur Not würde ich aber auch die noch lernen.

  8. Saganul

    Falls es jemals eine gemeinsame gesprochene Sprache geben wird, dann wird dies eine Sprache sein die sich “von selbst” durchsetzt. Keine Regierung wird eine solche bestimmen/durchsetzen können und niemand wird sie sich aussuchen können, auch nicht Kommentatoren in diesem Forum ;-)
    Sie wird einfach beiläufig kommen, oder eben nicht, und nur so ist es auch gut.

  9. istra

    @ivo
    @Saganul
    ich persönlich hätte nichts gegen italienisch, dem Vorschlag ivo´s, einzuwenden.
    Wenn es ein EDU (Europa della Unita) als Staat geben würde, vermute ich auch dass die Vision von Saganul laufen würde.
    In einem Vertragsstaateneuropa von heute sehe ich für eine einheitliche Amtssprache keine Chance.
    In den USA läuft es auch so. Etwa 50 Millionen Einwohner im Südgürtel der USA sprechen nur oder vorwiegend Spanisch. Gleichzeitig beginnt sich eine Mischform herauszubilden: das Spanglish. In Deutsch gibts das Denglish.
    Das alles zeigt, dass uns das “Wirrwarr” (ivo) oder die “Vielfalt” (ich) der Sprachen auf immer erhalten bleiben wird, und dass sich Sprachen wie früher so auch heute stets wandeln.

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