Europa will keine kroatische Marmelade

In Kroatien wird von der Lebensmittelindustrie eine hochwertige Marmelade aus Früchten hergestellt, die traditionell als “Pekmez” bezeichnet wird.

Bei den Gesprächen zum Beitritt Kroatiens zur EU hat sich jetzt herausgestellt, dass diese Marmelade nicht den Vorschriften der EU entspricht und aus diesem Grund nicht in EU-Länder exportiert werden darf, wenn Kroatien einmal Mitglied dieser Vereinigung ist.

Quelle: Novi List

3 Kommentare zu “Europa will keine kroatische Marmelade”

  1. Mrvica

    Die Vollpfosten in der EU haben doch keine Ahnung über was sie hier beschließen.Pekmez wird traditionell in einem langwierigen Prozess hergestellt und besteht aus reiner Frucht ohne Zusatz von Zucker oder Süßstoffen.Ich nehme mir auf jeden Fall weiterhin diese Spezialität mit nach Deutschland auch wenn das nichtt EU konform sein sollte.
    Gruß Mrvica

  2. Saganul

    Tja, die übliche Stimmungsmache in der “lokalen” Presse (wem gehört das Käsblatt nochmal bzw. wer schmiert die Schreiberlinge?). Ist genau so vor einigen Jahren vor dem Beitritt der osteuropäischen Länder abgelaufen. Die Bonzen dort die beim EU-Beitritt an Macht zu verlieren hatten ließen über Ihre Schreiberlinge Geschichten aufbauschen. Am besten ziehen dabei solche Stories wie “Wir bzw. unsere Produkte oder Rituale sind nicht gut genug für die EU”. Dank der oft vorhandenen Komplexe, folgt dann prompt die gewünschte Reaktion. Denn merke: Wenn nichts mehr hilft, dann zieht immer noch die Nationalismuskeule.

    History repeating, wie immer. Wie dem auch sei, Marmelade hin oder her (in Rumänien war es der Schnapps bzw. das Selberschlachten der Säue), die Mehrheit der Bürger ist mit solch Primitivmitteln, dem Himmel sei Dank, nicht manipulierbar.

  3. ivo

    So kenne ich das auch. Jedesmal, wenn es darum geht, ein osteuropäisches Land in die EU aufzunehmen, kommen in den örtlichen Zeitungen solche Enten. Mir scheint das ein Hinweis darauf zu sein, dass einige Journalisten in diesen Ländern nicht richtig ausgebildet sind oder/und von unabhängiger Recherche schon gar nichts halten. Ärgerlich sind solche Enten aber allzumal.
    Es könnte allerdings auch sein, dass “Offizielle” in Kroatien im vorauseilenden Gehorsam Gespräche mit Vertretern der EU mißverstehen bzw. mißdeuten. So etwas gab es zum Beispiel erst jüngst mit dem Einstellen von Abbuchungsaufträgen von sog. Euro Konten von nicht kroatischen Staatsbürgern von kroatischen Banken. Ich selbst war davon auch betroffen und musste mein Konto deshalb erst von einem EURO Konto auf ein KUNA Konto umstellen. Von der Einstellung der Abbuchungsaufträge für kroatische Versorger hat mich meine damalige Bank übrigens mit keiner Silbe unterrichtet. Ich habe erst dann davon erfahren, als die Versorger vor Ort wegen Nichtbezahlung mein Wasser und Strom abstellen wollten.

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