Eine Kuriosität aus Kroatien

In Kroatien gibt es Regelungen, die man im Ausland wahrscheinlich nicht kennt. Dazu ein ganz konkreter Fall:

Jeder Kunde der Hrvatski Telekom d.d. erhält, wie in anderen Ländern ebenfalls üblich, seine Monatsabrechnung. Der Rechnungsbetrag kann kostenpflichtig über eine Bank überwiesen oder bei der Post eingezahlt werden. In Orten wie der Stadt Krk, wo eine Geschäftsstelle des Unternehmens vorhanden ist, kann die Bezahlung auch dort erfolgen. Diese war so lange kostenlos, wie ein extra aufgestellter Automat -ähnlich wie ein Bankautomat- vorhanden war, an dem die Bezahlung vorgenommen werden konnte. Im Fall Krk hat dieser Automat selten funktioniert und ist deshalb wieder entfernt worden. Trotzdem ist es weiterhin möglich, am Schalter den Rechnungsbetrag bar zu bezahlen. Für diese Einzahlung verlangt die Hrvatski Telekom d.d. von ihren Kunden einen Einzahlungsbetrag von jeweils 5,00 Kuna. Auf die Frage, wie denn so etwas möglich ist, bekommt man die Antwort man könne etwas Geld sparen, wenn man die Rechnung in einem Geschäft der Einzelhandelskette Konzum d.d. bezahlt. Dort würde die Einzahlungsgebühr nur 1,50 Kuna betragen.

Bei den 5,00 Kuna handelt es sich zwar um einen relativ geringen Betrag, trotzdem kann man davon ausgehen, dass er zu dem Gewinn dieses Unternehmens beiträgt.

3 Kommentare zu “Eine Kuriosität aus Kroatien”

  1. werner

    Aber man kann doch wohl auch per Bankeinzug bezahlen, soviel ich weiß.

  2. Soline

    @werner
    Das ist grundsätzlich richtig, aber einige Bankkunden in Kroatien haben diese Einzugsermächtigungen wieder zurückgezogen nachdem sie bemerkt haben, mit welchen Summen ihre Konten belastet wurden.

    Noch bevor sie etwas bemerkt haben, war ihre Widerspruchsfrist abgelaufen.

    In diesem Systhem werde ich z.B. niemanden erlauben von meinem Bankkonto etwas abbuchen zu dürfen.

    Anmerkung dazu: Diese Vorgehensweise ist mir von meinem Bankberater dringend empfohlen worden, weil nach seiner Meinung das System des Einzugs von Gebühren in Kroatien noch nichts so durchgeführt wird, wie z.B. in Deutschland.

    Zur Kuriosität aus Kroatien noch ein Beispiel: Wer ordnungsgemäss seine Fernsehgebühren bezahlen möchte, muss ab sofort seine OIB-Nummer bei HRT hinterlegen. Macht er das nicht, ist seine Zahlung nicht ordnungsgemäß erfolgt und kann nach Angaben des Senders nicht als Zahlungseingang verbucht werden.

  3. werner

    Danke für diese Information – darüber werde ich mal nachdenken.

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