Verbesserung für Inselbewohner in Aussicht

Vor Kroatiens Adriaküste befinden sich 1.246 Inseln, Eilande und Felsen. Davon werden 47 ständig bewohnt.

Im einzelnen handelt es sich um Krk (durch Brücke mit dem Festland verbunden), Korčula, Brač, Hvar, Rab, Pag (durch Brücke mit dem Festland verbunden), Lošinj(durch Brücke mit Insel Cres verbunden), Ugljan, Murter, Čiovo (beide durch Brücke mit Festland verbunden), Vis, Cres, Pašman, Dugi Otok, Vir (durch Brücke mit Festland verbunden), Šolta, Mljet, Lastovo, Iž, Prvić, Šipan, Koločep, Zlarin, Lopud, Silba, Vrgada, Krapanj, Molat, Ist, Susak, Drvenik,Veli, Olib, Kaprije, Žirje, Ilovik, Rava, Unije, Premuda, Drvenik Mali, Sestrunj, Zverinac, Brijuni, Rivanj, Biševo, Vele Srakane, Kornati und Male Srakane.

Bis auf Krk und Pag können die Bewohner diese Inseln im normalen Verkehr nur mit Fähren, Schiffen und Booten verlassen, um z.B. im Krankheitsfall ein gut ausgerüstetes Krankenhaus an der Küste erreichen zu können. Nur auf den größeren Inseln sind Ambulanzen vorhanden, wo aber meist nur eine eingeschränkte Untersuchungsmöglichkeit besteht und die notwendige Behandlung stattfinden kann.

Diese Situation hat in den letzten Jahrhunderten dazu beigetragen, dass eine regelrechte “Inselflucht” der einheimischen Bevölkerung stattgefunden hat.

Muss sich z.B. ein Bewohner der Insel Hvar einer fachärztlichen Untersuchung im Krankenhaus von Split unterziehen, hat er nur die Möglichkeit mit einer Fähre nach Split gelangen zu können, oder er fährt mit einem Katamaran von der Stadt Hvar bzw. dem Ort Sućuraj nach Split. Dies bedeutet für ihn in jedem Fall, dass er eine Tagesreise unternehmen muss. Bei anderen Inseln ist es noch schwieriger, einen Facharzt in einem Krankenhaus aufsuchen zu können.

Nur bei ganz ernsthaften und lebensbedrohlichen Erkrankungen und Unfallverletzungen kann von der Rettungsleitstelle ein Hubschrauber der kroatischen Luftwaffe oder der kroatischen Bergrettung angefordert werden, die evtl. den Krankentransport übernehmen.

In der letzten Woche ist von dem Unternehmen »European Costals Airlines«, welches unter deutscher Leitung steht angekündigt worden, dass ab Spätsommer dieses Jahres ein Linienflugverkehr zwischen den Inseln und dem Festland für die Bewohner und für die Touristen mit Flugzeugen durchgeführt werden soll, die auf dem Wasser starten und landen können. Von eigens eingerichteten “Seaport`s”, die auf dem Meer angelegt werden, sollen diese Flüge durchgeführt werden.

Abgesehen davon teilte das Unternehmen mit, dass es in der Lage ist, in einem Notfall schnell und effizient handeln zu können. Es kann medizinisches Personal schnell und unmittelbar dahin transportieren, wo es benötigt wird. Durch die Fähigkeit auf dem Wasser und auf besonders kurzen Landebahnen landen zu können wird die Möglichkeit bestehen, dass Patienten sicher evakuiert werden und sofort zum nächstgelegenen Krankenhaus gebracht werden können.

Leider ist noch nicht bekannt, welche Kosten bei solchen Rettungsflügen entstehen und ob sie von Krankenkassen oder anderen Institutionen übernommen werden (können).

Wie man inzwischen erfahren konnte, ist die Ankündigung, dass die Linien- und Rettungsflüge in Zukunft durchgeführt werden sollen, bei der Inselbevölkerung mit Freude aufgenommen worden und man wartet darauf, dass es mit diesen Flügen bald losgeht.

Meinung: Einem Unternehmer, der wie in diesem Fall so viel Geduld aufgebracht hat um sein Vorhaben verwirklichen zu können ist zuzutrauen, dass er es auch tatsächlich verwirklicht.

Ein Kommentar zu “Verbesserung für Inselbewohner in Aussicht”

  1. Pyari

    Murter, Vir und Ciovo, werden neben Pag und Krk, auch mit einer Brücke verbunden.

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