Bekämpfung der Tollwut in Kroatien

Die Bekämpfung der Tollwut ist in Kroatien, wie in anderen Ländern auch, ein grosses Problem. Aus diesem  Grund haben sich die Gespanschaften von Istrien und Primorsko Goranska dazu entschlossen, eine Aktion durchzuführen, bei der aus der Luft abgeworfene Köder die Impfstoffe enthalten, von Flugzeugen abwerfen zu lassen. Sie sollen hauptsächlich von Füchsen gefressen werden.

Diese Aktion ist von verschiedenen Medien, wie z.B. den Zeitungen “Novi List” und “Glas Istre” angekündigt worden. Auch Radio Rijeka berichtete darüber. Wie man sich verhalten soll, wenn man solch einen Köder findet, ist außerdem ausführlich dargelegt worden.

Bei dem Abwurf ist man anscheinend nicht immer sachgerecht vorgegangen.

Was unser Leser “Istra” heute dabei erlebt hat, hat er in einem Kommentar geschildert:

“Heute am 19.05.2011 gegen 17.00 Uhr, knallte eine Kapsel auf unser Hausdach. Die umgebende braune Masse fiel beinahe in die Zisterne, traf mich ebenfalls, konnte aber geborgen werden. Die innere Kapsel enthält einen oralen Tollwut-Impfstoff namens “LYSVULPEN” mit Anti-Tollwut-Viren, die beim Menschen Tollwut auslösen können.

Beinahe wäre die Kapsel mit den Tollwutviren in der Trinkwasserzisterne gelandet!

Die Bestimmungen sehen vor, dass diese Impfköder nicht in bewohntes Gebiet geworfen werden dürfen und die umgebende Bevölkerung zuvor zu informieren ist. Ausserdem war es für den Abwurf zu warm. Der Grund für den Fehlwurf mag in der Flughöhe liegen: Die beiden parallel fliegenden Maschinen flogen 1.000 Meter über Grund, statt den vorgeschriebenen 250 Metern.”

Anmerkung: Ähnliche Kommentare und aktuelle Berichterstattungen, wie die des Lesers “Istra”, sind in diesem Blog ausdrücklich erwünscht.

6 Kommentare zu “Bekämpfung der Tollwut in Kroatien”

  1. kvarner

    Heute Nachmittag gegen 17:30 Uhr waren über Opatija fünf (!) einmotorige Propellermaschinen zu sehen, die parallel und nebeneinander der Küste entlang Richtung Süden flogen. Irgendwo zwischen Opatija und Lovran drehten sie um und flogen zurück. Wieder Tollwut-Abwürfe?

  2. istra

    Im Oktober leider nichts beobachtet. Das heißt aber natürlich nicht, dass dieser Unsinn nicht weiter ging…

  3. kvarner

    Ich wünschte sie würden eher was gegen diese Siebenschläfer-Plage tun. Diese Viecher haben sich wie die Ratten vermehrt und auf jedem Baum wimmelte es nur so davon dieses Jahr. Aber jetzt kommt ja erstmal der Winter.

  4. istra

    @ kvarner
    Weiß echt nicht was an den nachtaktiven Tierchen so stören soll, außer das es eventuell nachts lärmt. Es ist das TIER DES JAHRES 2004!
    Kommte bei Euch (wo?) so häufig vor?

    Wikipedia meint zu diesen putzigen Tierchen:
    “Bedrohungen:
    Zu den Fressfeinden gehören Marder, Hauskatzen und größere Eulen. Lange Winter können einen hohen Schaden in der Population verursachen. Wegen seiner Bedrohung wurde der Siebenschläfer 2004 in Deutschland von der Schutzgemeinschaft Deutsches Wild zum Tier des Jahres ernannt. Die IUCN stuft den Siebenschläfer als „nicht gefährdet“ ein.”

    Bei uns am Kvarner gibt es keine solche Beutetierchen für meine Katze, denn die kommt morgens stets hungrig heim und maunzt dann den Kühlschrank an…

  5. kvarner

    Sie fressen sich in die Bausubstanz (z.B. Fassadendämmung, Decke) und richten dort beträchtliche Schäden an, erst Recht wenn man sie erstmal ein paar Jahre gewähren lässt (die niedlichen Tierchen). Denn leider wollen nicht alle artgerecht überwintern und meinen dass Häuser doch viel interessanter und wärmer sind als der Wald.

    Bei uns in Grad Opatija (vermutlich weiter “oben” als Du, wenn es bei Dir keine gibt, oder Deine Katze ist zu faul denen hinterher zu jagen :-) ) sind sie zum Glück nur in den Bäumen ums Haus, aber Bekannte in Istrien haben sie in der Hütte, d.h. Dachboden, konoba usw.

    Ich bezweifle aber dass Katzen die fangen können. Die sind auf den Bäumen flinker als Eichhörnchen. Da kommt kein wohlgenährtes Kätzchen hinterher.

  6. istra

    @ kvarner
    bei uns, ca. 15 km südlich von Euch, sah ich den Siebenschläfer noch nicht. Ich kenne sie nur aus dem Lexikon. Hoffe nur, dass sie nicht auf die Idee kommen zu uns zu wandern… ;) , denn wir hatten schon Fassadenprobleme mit anderen Tierchen. Also mein volles Verständnis!

    Unsere Fassaden-Elemente aus Polystyrol (Styropor) unter der Deckschicht wurden von Ameisen etwas ausgehöhlt. Es gelang schließlich mit Beharrlichkeit und einer Strategie die Tierchen nach 6 Wochen endgültig zu vertreiben.

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