Weiterer Verteidiger für Gotovina und Markač

Der Internationale Strafgerichtshof für Kriegsverbrechen im ehemaligen Jugoslawien (ICTY) hat am 15.4.2011 die ehemaligen kroatischen Generäle Ante Gotovina und Mladen Markač zu Gefängnisstrafen von 24 bzw. 18 Jahren verurteilt.

Ihre Anwälte haben unmittelbar nach der Verkündung des Urteils durch Richter Alphons Orie angekündigt, dagegen Einspruch erheben zu wollen. Diese Einspruchsfrist läuft am kommenden Montag, dem 16.5.2011 ab.

Inzwischen wurde bekannt, dass ein weiterer Strafverteidiger in dieser Sache das Mandat erteilt wurde. Es handelt sich um Dr. Guenael Mettraux der bereits in mehreren Verfahren des Strafgerichtshofes als Verteidiger tätig war. Er gilt als internationaler Experte in solchen Strafsachen.

Anmerkung: Den überwiegend ausländischen Befürwortern der oben genannten Urteile ist dringend zu empfehlen, sich die Urteilsbegründung in englischer Sprache einmal durchzulesen, bevor sie diesen Urteilsspruch beurteilen und kommentieren. Sie hat 794 Seiten und kann hier eingesehen werden.

2 Kommentare zu “Weiterer Verteidiger für Gotovina und Markač”

  1. istra

    Ach Soline, was soll es für einen Sinn haben sich durch den englischen Urteilstext zu quälen, was Du empfiehlst…
    Ich akzeptiere DAS URTEIL, weil ich mir nicht anmaße, es besser zu wissen als ein unabhängiges Gericht, das weder durch Nationalismus noch durch Korruption geblendet ist, und das absolute Fachkompetenz und Rechtslegitimation besitzt.
    Ich warte gelassen auf das Endurteil oder besser gesagt auf das rechtsgültige Urteil, das ggf. nach Einspruch der verurteilten Partei ergehen WIRD! Es wird ein Gottesurteil.
    Kann schon sein, dass anschließend der Hero Gotovina zum Kriegsverbrecher wird, und alle Kroaten, die nicht glauben, dass es auch Unrecht und Verbrechen en masse gab, über den Unterschied von Krieg und Kriegsverbrechen neu nachdenken müssen…Aber kann auch anders ausgehen. Wir wartens ab.

  2. Saganul

    “Anmerkung: Den überwiegend ausländischen Befürwortern der oben genannten Urteile ist dringend zu empfehlen, sich die Urteilsbegründung in englischer Sprache einmal durchzulesen, bevor sie diesen Urteilsspruch beurteilen und kommentieren. Sie hat 794 Seiten und kann hier eingesehen werden.”

    Ach so, nur den “Befürwortern” ist “dringend zu empfehlen” die Urteilsbegründung durchzulesen? Die Kritiker haben dies wohl alle bereits getan, oder werden da Urteile kritisiert deren ausführliche Begründung man gar nicht kennt?

    Darf ich fragen ob Du, Soline, die Urteilsbegründung vollständig gelesen hast? Immerhin berichtest Du ja ausführlich über das Thema und da dürfte diese Lektüre noch mehr zur Pflicht gehören als bei Lesern bzw. Kommentatoren.

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