30 Jahre Međugorje

Međugorje ist ein Ort in Bosnien-Herzegowina und gehört zur Gemeinde Čitluk, die sich im überwiegend von Kroaten besiedelten Teil der Herzegowina befindet. Wie es heisst, soll dort im Juni 1981 erstmals die Gottesmutter erschienen sein und ab diesem Zeitpunkt Botschaften verkünden, die von Frieden, Glauben, Umkehr, Gebet, Fasten und Buße handeln.

Anders als bei anderen Marienwallfahrtsorten hat eine offizielle Anerkennung durch den Vatikan noch nicht stattgefunden.  Es finden immer noch Untersuchungen statt, die bisher zu keinem endgültigen Ergebnis gekommen sind. Dazu gibt es in der römisch katholischen Kirche unterschiedliche Meinungsströmungen. Im März vorigen Jahres hat der Vatikan mitgeteilt,  dass er bei der Glaubenskongregation eine internationale Kommission unter Leitung des Kardinals Camillo Ruini eingesetzt hat. Diese soll die Frage klären, ob  Međugorje, ähnlich wie Lourdes in Südfrankreich oder Fatima in Portugal, als Marienwallfahrtsort anerkannt werden kann. Dabei ist darauf hingewiesen worden, dass der Kommission keine Fristen auferlegt worden sind. Aus diesem Grund sei es möglich, dass es einige Jahre dauern kann, bis diese Frage geklärt wird.

Dessen ungeachtet haben sich anlässlich des dreißigjährigen Jubiläums in diesen Tagen, besonders viele Pilger aus der ganzen Welt auf den Weg nach Međugorje gemacht, um die Nähe der Mutter Gottes spüren und empfinden zu können. Unterkünfte sind im Moment kaum noch zu finden, sodass in manchen Fällen selbst eine Anreise aus dem kroatischen Dalmatien erforderlich ist.

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