Der heutige Beschluss von Brüssel

Gestern und heute haben sich in Brüssel die Staatsoberhäupter und Ministerpräsidenten der 27 EU-Staaten zu einem Gipfeltreffen getroffen. Dabei ist ein Beschluss gefaßt worden, der allgemein bekannt sein dürfte und über den hier nicht ausführlich berichtet werden muss. Dazu sind andere Informationsquellen vorhanden.

In In- und internationalen Medien wird darüber diskutiert, ob ein Beitritt Kroatiens zur EU für die Zukunft richtig ist oder nicht. Den Diskussionsteilnehmern ist zu empfehlen, sich folgendes Video kurz anzuhören und den eingeblendeten Text zu lesen, der den Bürgern Europas sagen will, dass dieser Kontinent nur eine Zukunft hat, wenn er vereinigt ist:

Heute Mittag sagte ein großer ausländischer Investor im kroatischen Fernsehen folgendes: “Wenn Kroatien in der EU ist bin ich bereit einen Teil meines Vermögens in Kroatien einzusetzen um damit Gewinne zu erzielen, um aber auch gute und sichere Arbeitsplätze zu schaffen. Dabei werde ich die Gefühle der Kroaten berücksichtigen und nur einen Vertrag unterschreiben, der am Ende für beide Seiten zum wirtschaftlichen Erfolg führen kann. Außerdem werde ich für mein Unternehmen ein Schulungszentrum errichten, um meine Mitarbeiter auf einen europäischen Standrad zu bringen “

5 Kommentare zu “Der heutige Beschluss von Brüssel”

  1. jOjO

    “Wenn Kroatien in der EU ist bin ich bereit einen Teil meines Vermögens in Kroatien einzusetzen um damit Gewinne zu erzielen, um aber auch gute und sichere Arbeitsplätze zu schaffen. Dabei werde ich die Gefühle der Kroaten berücksichtigen und nur einen Vertrag unterschreiben, der am Ende für beide Seiten zum wirtschaftlichen Erfolg führen kann. Außerdem werde ich für mein Unternehmen ein Schulungszentrum errichten, um meine Mitarbeiter auf einen europäischen Standrad zu bringen “

    Ich verstehe diese Statements nicht – Warum investiert der Mann denn nicht jetzt schon ?
    Hat er Angst, dass sein Projekt doch nicht erfolgreich sein wird, und hofft er dann auf Zahlungen aus der EU ?
    Oder investiert er nur wenn die EU Subventionen ausschüttet ?

    All diese Investoren die sich erst auf “angeblicher Rechtssicherheit” in einem EU-Staat berufen müssen, haben nur eines im Auge – Dollar- oder Eurozeichen.

    Welchen wirklichen Grund gibt es, dass nicht schon gestern investiert wurde um HR erst gar nicht in diesen Schuldenstrudel geraten zu lassen ?

    HR hat Investoren schon seit lagem Tür und Tor geöffnet … Was fehlt sind wirkliche Vorteile die HR den Investoren bieten kann, dies sollten aber nicht die EU-Subventionen sein – ansonsten ist der Weg vorgezeichnet … (siehe Irland, Portugal oder Spanien)

    Gruß JoJo

  2. jOjO

    Zur Hyme …

    … einen offiziellen Text zur EU-Melodie gibt es BIS HEUTE nicht… SOVIEL zur Einigkeit und Brüderlichkeit in der EU !

    Und wenn Schiller heute lebte, hätte er wohl die 5 Strophe in den Vordergrund gestellt … als Ziel für die EU …

    “Festen Mut in schweren Leiden,
    Hilfe, wo die Unschuld weint,
    Ewigkeit geschwornen Eiden,
    Wahrheit gegen Freund und Feind,
    Männerstolz vor Königsthronen -
    Brüder, gält’s Gut und Blut:
    dem Verdienste seine Kronen,
    Untergang der Lügenbrut!
    Schließt den heil’gen Zirkel dichter!
    Schwört bei diesem goldnem Wein,
    dem Gelübde treu zu sein,
    schwört es bei dem Sternenrichter!”

  3. istra

    Ohne Rechtssicherheit ist es ein unzumutbares Risiko in Kroatien große Werte zu investieren. Rechtssicherheit sehe ich meiner Meinung nach heute aus folgenden Gründen noch nicht gegeben:
    - die Zivilgerichtsbarkeit funktioniert praktisch kaum, das Rechtswesen ist nicht transparent, was einen Investitionsschutz unmöglich macht
    - diverse Regierungen brezeln neue harte Gesetze in rascher Folge heraus, ohne Rückwirkungsverbot, so dass Investoren verunsichert sind
    - die spezielle Formen der rigorosen kroatischen Bürokratie ist ein besonders großes Investitionshemmnis. Hervorzuheben sind die Finangesetze und eine Finanz-Bürokratie, die mit zweierlei Maß misst.
    - die Freunderlwirtschaft in Kroatien bevorzugt Einheimische und ist Bestandteil eines breiten weitgespannten Korruptionsnetzes.

    Dazu gibt es nach meiner Erfahrung noch weitere Gründe nicht zu investieren, als da wären, der kleine Inlandsmarkt, die lange Zeit für Genehmigungen, die Ansicht zu vieler Kroaten, dass Ausländer froh sein dürfen in Kroatien investieren zu dürfen, und last but not least die hohe Staatsverschuldung, die das Geschäft eines Tages siehe Irland, Portugal und Griechenland verderben kann.

    Es macht mir keine Freude das aufzuschreiben, aber die fehlende Selbstkritik und die gewöhnliche Selbstbeweihräucherung in diesem Lande bringen mich dazu, den Spiegel hinzuhalten.
    Die Wahrheit ist unteilbar und sicher nicht natonalpatriotisch.

    Seht in den Spiegel, analysiert die Republik, findet die Wahrheit über Kroatien selbst heraus.

  4. jOjO

    Hallo Istra,

    DANKE für deine ehrliche Antwort vom 25.06 …

    Sind natürlich Gesichtspunkte, die ausländische Investoren schon ins Grübeln geraten lassen.

    Wollen wir hoffen, dass sich dies durch den endgültigen EU-Beitritt zum Guten wendet, obwohl meine Meinung dazu anders aussieht.

    Ich denke, wenn ein Land nicht bereit ist sich helfen zu lassen, wird es auch Schwierigkeiten haben, dies nach dem EU Beitritt zu tun.

    Denn mit Investitionen allein ist es ja nicht getan … siehe Spanien und Irland.

  5. istra

    Hallo jOjO
    Danke auch!

    Wenn die EU 2013, nachdem Kroatien EU-Mitglied geworden war, noch weiterhin gut funktioniert, wird es viele deutliche Verbesserungen für Investoren geben, so dass ich zuversichtlich bin, dass mehr Geld und Wirtschaftsaktivität nach Kroatien kommen wird als bisher!
    Zu nennen ist hier:
    - Diskriminierungsverbot
    - Wettbewerbsgleichheit, Chancengleichheit
    - Europäisches Recht
    - Verkehrsinfrastruktur
    - Warenverkehr erleichtert
    - Geldverkehr erleichtert
    - Entfall der Visa für EU-Personal bzw. EU-Gäste mit längerem Aufenthalt
    - Erleichterung der Arbeitmigration in beide Richtungen
    - Erleichterungen beim Handel mit Agrarboden
    - Anstieg beim Tourismus
    - Grenznahe Warenveredelung durch niedrigeres Lohnniveau
    - usw.

    Ich bin zuversichtlich dass die Motivation der Menschen in Kroatien in der Zukunft sich stark verbessern wird. Der Wechsel der inneren Haltung dauert mehrere Jahrzehnte bis er ganz abgeschlossen sein wird. Ich bin da ganz zuversichtlich, aber man darf nur nicht glauben, dass das gleich 2013 auf Knopfdruck alles anders wird…

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