Diskussion um Schwangerschaftabbrüche in Kroatien

Durch das Gesetz über Schwangerschaftsabbrüche (NN 18/78 und 88/09) ist im ehemaligen Jugoslawien ein legaler Schwangerschaftsabbruch unter genau festgelegten Umständen erlaubt worden. Nachdem sich Kroatien selbstständig gemacht hat, ist keine Gesetzesänderung vorgenommen worden und sie finden immer noch statt.

Ihre Zahl ist in den letzten Jahren erheblich gesunken und im Jahr 2009 soll es nach einer amtlichen Statistik 4.450 Fälle gegeben haben. Zahlen für 2010 sind nicht bekannt.

Der Bischof von Krk und Präsident der Kroatischen Bischofskonferenz (HBK) für Familienfragen, Valter Župan hat am letzten Sonntag anlässlich der heil. Messe des Papstes in Zagreb gefordert, dass dieses Gesetz revidiert und eine Abtreibung unter den jetzigen Bedingungen verboten wird. Dabei wies er darauf hin, dass es die verschiedenen Regierungen unter Leitung der HDZ in 16 Jahren ihrer Amtszeit nicht fertiggebracht haben, eine Gesetzesänderung herbeizuführen.

Diese Forderung hat in der kroatischen Öffentlichkeit eine große Aufmerksamkeit gefunden und es bleibt jetzt abzuwarten wie die Politik darauf reagiert.

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