Mutmasslicher Mörder von Antonia Bilić gefasst

Am 7.6.2011 ist die 17- jährige Schülerin Antonia Bilić zum letzten Mal gesehen worden als sie versucht hat, als Anhalterin mitgenommen zu werden. Mehr dazu hier.

Danach erfolgte eine der größten Fahndungsanktionen in der Geschichte Kroatiens. Im Zuge ihrer Ermittlungen hat die Polizei einen Lastkraftwagen untersucht, in dem Forensiker Haarspuren der Vermissten gefunden haben. Der Fahrer wurde festgenommen, musste aber nach kurzer Zeit wieder frei gelassen werden, weil er ein sauberes Alibi hatte. Dabei stellte sich aber heraus, dass ein anderer namentlich bekannter Fahrer am Tag ihres Verschwindens, mit dem Fahrzeug unterwegs gewesen ist. Es handelte sich um Dragan Paravinja, dessen Nationalität und Staatsbürgerschaft noch nicht hundertprozentig feststeht. Nach ihm wurde in Kroatien und in der Republik Srbska  gefahndet. Am 23.7.2011 wurde gemeldet, dass er in der Nähe von Banja Luka von der Polizei festgenommen wurde. Dies stellte sich aber schnell als Trugschluss heraus, denn er konnte kurz vor seiner Festnahme in die nahe gelegenen Wälder fliehen. Gestern ist es der Polizei gelungen, ihn schließlich doch noch festzunehmen und zu Vernehmung nach Banja Luka zu bringen.

In der letzten Nacht hat er gestanden, die 17- jährige vergewaltigt und dann getötet zu haben. Anschließend habe er die Leiche in den Fluß Krka geworfen.

Daraufhin wurde angeordnet,  dass der Fluss noch intensiver als bisher durchsucht wird, um die Vermisste zu finden und bestatten zu können.

Von kroatischen Regierungsvertretern ist noch in der vergangenen Nacht betont worden, dass dieser Fall aufgrund einer sehr guten Zusammenarbeit zwischen der kroatischen Polizei und der Polizei der Republik Srbska aufgeklärt werden konnte.

Dieser Fall wirft aber auch einige Fragen auf. Bei ihm handelt es sich um einen mehrfach vorbestraften Sexualstraftäter, der ab Januar 2007 von serbischen  Behörden mit internationalem Haftbefehl und über Interpol gesucht wurde. Wie konnte es möglich sein, dass er trotzdem unbehelligt in Kroatien arbeiten und als Lastwagenfahrer ins Ausland fahren konnte? Wie es heißt, wurde er in Deutschland und Slowenien kurzfristig festgenommen, aber trotzdem wieder in die Freiheit entlassen.

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