Ausflug von der Insel Krk zum Festland

Die Insel Krk hat für Touristen sehr viel zu bieten, ein Ausflug zum Festland kann aber auch sehr interessant sein.

Obwohl die allgemeine Wetterlage nicht dazu eingeladen hat, wurde gestern solch eine Tour unternommen. Dabei konnte man auf dem Weg zur Brücke, welche die Insel mit dem Festland verbindet, erleben, wie stark der Anreiseverkehr war. An den Fahrzeugkennzeichen war zu erkennen, dass es sich meist um Touristen aus dem Landesinneren und aus dem Ausland handelte.

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Um sich einen Eindruck von der Wetterlage auf dem Festland zu verschaffen, wurde zunächst einmal ein Abstecher in die Bucht von Voz unternommen. Dabei konnte man erkennen, dass einer der geplanten Zwischenstopps wolkenfrei war und aus diesem Grund wurde entschieden, die Fahrt wie geplant fortzusetzen.

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Vorher wurde aber noch ein Foto von der Krčki-Most aufgenommen.


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Bei der Überfahrt über die Brücke war die Stelle zu erkennen, von wo das vorherige Foto aufgenommen wurde.

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Über Križišće ging es zu der Ortschaft Hreljin um dort nach rechts abzubiegen und der Ausschilderung “Gradina” und “Groblje” zu folgen. Dort angekommen findet man den ungewöhnlich großen Friedhof, eine verfallene Stadt und Festung, eine alte Kirche, ein Denkmal für im Krieg erschossene Zivilisten und ein Plateau, von dem man einen außergewöhnlichen Blick auf die Insel Krk und ihre Brücke werfen konnte.

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Anschließend ging es weiter in Richtung der Ortschaft Plase. Kurz vor dem Ortseingang war ein Hinweisschild mit der Aufschrift “Vidikovac” zu beachten. Von dort kann man nach etwa 15 km in etwa 850 Metern über dem Meer einen Aussichtspunkt erreichen von dem das Tal von Vinodol, die Insel Krk mit ihrer Bucht von Soline deutlich erkennen konnte. Leider war aufgrund der Wetterlage die Sicht ein wenig eingeschränkt.

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Danach ging es über eine verschlungene Waldstraße in Richtung der Ortschaft Lić. Bei dieser Gelegenheit konnte man den Waldreichtum Kroatiens erkennen und mitten im Wald tauchte plötzlich der Bahnhof von Drivenik auf, der sich an der Eisenbahnstrecke von Zagreb nach Rijeka befindet. Wenn zu diesem Zeitpunkt keine moderne Elektrolok in dem Bahnhof gestanden hätte, wäre es leicht möglich gewesen zu glauben man wäre in eine Zeit wie vor hundert Jahren zurückversetzt worden. An dieser Stelle musste leider darauf verzichtet werden ein Foto anzufertigen, denn frei laufende Hunde machten ein Aussteigen aus dem Auto nicht möglich.

Anschließend wurde dann, mit ein paar kleinen Schwierigkeiten, wegen der schlechten Straßenverhältnisse, die zur Gemeinde von Fužine gehörende Ortschaft Lić, die sich in einem geschichtsträchtigen Hochtal des Gorski Kotar Gebirges befindet, erreicht. Es war erstaunlich zu sehen, was aus diesem Dorf und den umliegenden landwirtschaftlichen Flächen in den letzten Jahren geworden ist. Die Gebäude sind teilweise sehr schön aufgebaut worden und es wird sogar eine Art von Bauerntourismus betrieben.

In diesem Moment tauchte eine Wolkenfront auf, die einen sehr bedrohlichen Eindruck hinterlassen hat

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und weiter ging es auf der “Hauptstraße” in Richtung Crikvenica an der Küste. Die Straßenverhältnisse haben sich in den letzten Jahren erheblich verschlechtert und aus diesem Grund war eine angepasste Geschwindigkeit notwendig. Nachdem Passieren einer kleinen Kirche, die der heiligen Mutter Gottes geweiht ist, ging es wieder in einen (fast) unendlichen Wald, der sich durch einen großen Reichtum von Pilzen ausgezeichnet hat und nach etwa 10 km wurde das mitten im Wald gelegene Restaurant “Vagabund” erreicht.

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Zum Glück hat es in diesem Moment nicht geregnet und es war möglich im freien (bei 15 Grad Temperatur) auf den stabilen Holzbänken und den Tischen Platz zu nehmen.

Der Wirt, der etwas gewöhnungsbedürftig ist, war gleich zur Stelle und legte diese Speisekarte vor:

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Darauf war zu erkennen, dass er auch einen gegrillten Spanferkelbraten für 130 Kuna pro kg anbietet. Auf Nachfrage teilte er aber mit, dass er diesen nur zubereitet, wenn eine vorherige Bestellung vorliegt, die sicherstellt, dass es an einem Tag verzehrt wird.

Zu den Tagesgerichten gehörte u.a. ein Wildschweingulasch mit Nudeln und gemischtem Salat und eine spezielle “Vagabundplatte”, auf der sich allerlei Speisen befanden. Dazu gehörten ein Wildschweinbraten, selbst gemachte Würste, gegrillte Polentaplätzchen, gegrillte Pilze und feine Plätzchen, die aus Brennnesseln hergestellt worden sind.

Zum Ende des Aufenthaltes musste dann doch noch in dem Lokal Platz genommen werden, in dem der offene Kamin brannte, weil nun auch hier ein heftiger Regenfall eingesetzt hat. Dabei erzählte der Wirt, dass er nun auch über einen Strom und Telefonanschluss verfügt. Angeblich ist er darüber gar nicht so glücklich, weil dadurch die “Wildheit” seines Lokals vorloren gegangen sei.

Die Weiterfahrt zur Küste und Rückfahrt zur Insel Krk wurde dann nicht auf direktem Weg, sondern über Breze und Bater durchgeführt, um die frei laufenden “wilden Pferde” auf den Bergwiesen noch zu sehen, die aber alle einen Besitzer haben und aus diesem Grund nicht als “Wild” bezeichnet werden können.

An der Küste in Novi Vinodolski angekommen war es dann wieder trocken und warm, sodass man sehr viele Touristen beobachten konnte, die sich im Meer tummelten.

Dieser Ausflug von der Insel Krk zum Festland hat etwa fünf Stunden gedauert und Touristen, die sich in dieser Gegend aufhalten und über das richtige Fahrzeug verfügen, ist eine Nachahmung zu empfehlen. Bei etwas besserem Wetter und besseren Sichtverhältnissen als gestern auf jeden Fall.

Anmerkung: Wer das Lokal “Vagabund” von Crikvenica am schnellsten und einfachsten erreichen möchte, fährt über Bribir, dann weiter in Richtung der “Bribirski Pećina” (Höhle von Bribir) und einem weiteren Aussichtspunkt (Vidikovac) in die Einöde von Lukovo. Von dort sind es noch etwa 1 km bis zu diesem Lokal, wobei Hinweisschilder vorhanden sind.

Edit: 26.7.2011, 14:32 Uhr

Eine wichtige Ergänzung zu diesem Ausflug ist hier zu finden.

2 Kommentare zu “Ausflug von der Insel Krk zum Festland”

  1. Sabine

    Lieber Soline,
    vielen Dank für diesen ausführlichen und informativen Bericht über euren schönen Ausflug.
    Ich hoffe ich kann meine bessere Hälfte davon überzeugen bei unserem nächsten Aufenthalt in Kroatien auch diesen Ausflug zu unternehmen.
    Da die Anfahrt ja so gut beschrieben ist, hat er eigentlich keine gute Ausrede mehr zur Hand. :)
    Es grüßt dich herzlichst Sabine

  2. Helmut

    @Soline,

    wir bedanken uns für diesen gut gelungenen Bericht.
    Beim Lesen konnten wir die Unebenheiten der Strasse, die schöne Landschaft und das gute Essen im “Vagabunt” noch einmal hautnah mit erleben.
    Liebe Grüße H&M

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