Mutmaßlicher Mörder von Antonia Bilić wird an Kroatien ausgeliefert

Am 7.6.2011 ist die 17- jährige Schülerin Antonia Bilić zum letzten Mal gesehen worden, als sie versucht hat, als Anhalterin mitgenommen zu werden.

Danach erfolgte eine der größten Fahndungssanktionen in der Geschichte Kroatiens. Im Zuge ihrer Ermittlungen hat die Polizei einen Lastkraftwagen untersucht, in dem Forensiker Haarspuren der Vermissten gefunden haben. Der Fahrer wurde festgenommen, musste aber nach kurzer Zeit wieder freigelassen werden, weil er ein sauberes Alibi hatte. Dabei stellte sich aber heraus, dass ein anderer namentlich bekannter Fahrer am Tag ihres Verschwindens, mit dem Fahrzeug unterwegs gewesen ist.

Dieser Fahrer, es handelte sich um Dragan Paravinja, befand sich auf der Flucht und er konnte am 26.6.2011 in einem Wald bei Banja Luka, in der Republika Srbska verhaftet werden. Kurz darauf hat er gestanden die 17- jährige vergewaltigt und dann getötet zu haben. Anschließend habe er sie in den Fluss Krka geworfen.

Weil gegen ihn auch in Bosnien-Herzegowina wegen mehrerer Vergewaltigungsdelikte ermittelt wurde und weil seine Staatsangehörigkeit nicht ganz eindeutig war, hat sich seine Auslieferung nach Kroatien verzögert.

Heute Vormittag hat Bariša Čolak, der Justizminister von Bosnien-Herzegowina kurzfristig angeordnet, dass er nach Kroatien ausgeliefert wird. Der genaue Übergabetermin ist noch nicht bekannt.

Trotz einer intensiven Suchaktion ist die Leiche von Antonia Bilić noch nicht gefunden worden. Es wird angenommen, dass seine Aussage, die er in Banja Luka gemacht hat, absichtlich falsch war. Aus diesem Grund besteht in Kroatien die Hoffnung, dass er nach seinem Eintreffen doch noch genauere Angaben darüber macht, wo er das Mädchen gelassen hat.

Quelle: HRT

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