Noch keine Öffnung des Fährhafens von Stinica

Am 1.6.1963 ist der Fährbetrieb zwischen dem Festland und der Insel Rab mit dem umgebauten Fischerboot »Čutin« zwischen dem Hafen Jablanac und dem Hafen der Stadt Rab aufgenommen worden. Nach Ausbau des Hafens von Jablanac konnte im Jahr 1966 ein richtiger Fährbetrieb aufgenommen werden.

Der Hafen in Jablanac und die Zufahrt zu ihm sind sehr eng und in Spitzenzeiten, wie gestern auch wieder, kommt es zu längeren Wartezeiten, weil immer nur eine Fähre abgefertigt werden kann.

Aus diesem Grund hat man sich bereits vor mehreren Jahren entschlossen im benachbarten Stinica, einen neuen und modernen Fährhafen, mit der dazu gehörenden Zufahrtsstraße zu bauen, die 2,3 km. lang ist.

Mit einem Kostenaufwand von etwa 40 Mio. Kuna ist diese neue Anlage bis auf ein kurzes Teilstück fertiggestellt worden. Investor war die Hafenverwaltung in Senj (30 Mio. Kuna) und die kroatische Straßengesellschaft (HC – 10 Mio. Kuna). Wie die Zeitung Novi List in ihrer heutigen Ausgabe schreibt, fehlt bis zur vollständigen Fertigstellung ein Straßenstück von etwa 200 Metern. Sie konnte bis jetzt noch nicht erfolgen, weil es über eine Parzelle, die einem Privatunternehmen (Velebit d.d.) gehört, verlaufen soll. Damit steht fest, dass mit den Bauarbeiten begonnen wurde, obwohl nicht alle Eigentümerfragen geklärt waren.

Die Hafenverwaltung und die Straßenbaugesellschaft haben jetzt übereinstimmend erklärt, dass in diesem Sommer nicht mit einer kurzfristigen Fertigstellung und Eröffnung gerechnet werden kann.

Auf Befragen der Zeitung sagte Frano Mesić, der Prokurist des Unternehmens Velebit d.d., welches sich im Besitz des Unternehmens Coning d.d. befindet und dessen Hauptaktionär der frühere Minister (2000 – 2003) und jetzige Parlamentsabgeordnete Radimir Čačić ist, dass die Schuld an dieser Misere nicht bei seinem Unternehmen oder gar bei Čačić zu suchen ist. In einer Sitzung mit Josip Borić, dem Staatssekretär des Verkehrsministeriums sei vereinbart worden, dass von dem Ministerium bis zum 1.5. dieses Jahres geklärt und entschieden wird, wer der Eigentümer der Zufahrtstraße und wer (Hafenverwaltung Senj oder HC) der spätere Betreiber ist. Dies sei bis jetzt nicht erfolgt und aus diesem Grund könne, selbst wenn sein Unternehmen die Parzelle zur Verfügung stellt, nach den Gesetzen der Republik Kroatien keine Betriebserlaubnis für die Straße erteilt werden.

Im Interesse der Einwohner von Jablanac und der Insel Rab, sowie der zahlreichen Besucher der Insel Rab ist zu hoffen, dass evtl. doch noch eine kurzfristige Lösung gefunden wird und die 200 Meter der Straße ausgebaut werden und danach eine Betriebserlaubnis für den neuen Fährhafen von Stinica erteilt wird.

5 Kommentare zu “Noch keine Öffnung des Fährhafens von Stinica”

  1. lowe

    Das haben wir in den letzten 2 Jahren auch mit der neuen Strasse von Privlaka nach Vir erlebt. Auch hier war monatelang die ca. 6 km lange Strasse bis auf ein Teilstück von ca. 100 m fix und fertig, aber der Privateigentümer wollte eine Kaufpreiserlös erzielen, der nicht gezahlt wurde. Vor ca. 4 Wo. hat´s dann doch endlich geklappt u. sehr schnell wurde das restliche Teilstück gebaut, sodas nun die Umfahrung Privlaka fertig ist. Es widerholt sich halt alles, auch in Kroatien.

  2. ivo

    Es ist unglaublich und unfaßbar, was sich dort abspielt. Jablanac stirbt einen Tod auf Raten, weil kein Mensch den Fährbetrieb in den Sommermonaten bis in die späte Nacht und dann wieder ab 5.00 Uhr in der Früh aushält. Touristen schon gar nicht. Die kommen alle nur einmal und dann nie wieder oder reisen gleich am nächsten Tag schon wieder ab. Selbst die Hafengebühren der Fähren gehen woanders hin. Jablanach hat den Dreck und den Lärm. Senj und Gospic haben das Geld und sind fein raus.
    Und dass man als verantwortlicher Politiker so tut als seien andere Schuld, dass man die restliche Straße auf seinem Grundstück nicht bauen konnte ist eine Frechheit sondersgleichen. Dabei pfeifen die Spatzen den wahren Grund von den Dächern. Dieser feine Herr will einfach so viel Geld für sein Grundstück, dass man sich an den Kopf greifen muss.
    Im übrigen handelt dieser feine Herr überall so. Erst billig bis umsonst Grundstücke und wer weiß nicht was sonst noch alles im Zuge des Entstehens von Kroatien an sich reißen (erinnert mich an die DDR und die Wiedervereinigung, ist nur noch viel viel schlimmer) und sich dann die Taschen voll stopfen. Es ist die häßliche Fratze des Kaptalismus und leider gibt es in Kroatien keine gesetzlichen Grenzen bzw. Strafen für solches Fehlverhalten zum eigenen Nutzen und zum Schaden der Allgemeinheit.

  3. hans

    zu rab muss ich sagen – die anreise im sommer ist furchtbar, an der fähre stau, in der stadt die ganze nacht havay metal music (bis 6:00 in der früh) etc in einer lautstärke, die bei uns nicht mal in der disco erlaubt ist, von erholsamen schlaf ist man weit entfernt. wenn man pech hat hört man 4 discos gemeinsam (alles im freien), das reinste chaos. also hut auf die insel und einfach nie wieder dort hin, damit ist das problem einfach gelöst. für touristen ist diese insel wirklich nicht geeignet.

  4. Charli

    @ hans

    1. Wenn man in der Hauptsaison fährt, muss man damit rechnen, dass an der Fähre lange Wartezeiten sind.
    2. Warum nimmst du ein Quartier in Stadtnähe?? Die Insel ist groß genug um sehr ruhige Fleckchen zu finden.
    3. Wenn das alles schon ein Grund ist, nicht mehr nach Rab zu fahren, dann wünsche ich viel Spaß an anderen Orten zur gleichen Zeit.
    4. Die Insel soll für Touristen nicht geeignet sein?? Was denkst du denn, wer diesen Lärm verursacht hat????

  5. ivo

    Inzwischen hat sich ja auch noch ein schrecklicher Unfall in Jablanac ereignet. Die Fähre Barbat ist in voller Fahrt in die Badeanstalt von Jablanac gekracht. Man konnte direkt darauf warten bis so etwas passiert. Wo auf der ganzen Welt gibt es denn sowas: Badeanstalt und Fährhafen in unmittelbarer Nachbarschaft.
    Es ist höchste Zeit, dass dieser Zustand beendet wird und der neue Fährhafen bei Stinica endlich seinen Betrieb aufnehmen kann.
    Bis zur Stunde hat sich aber leider immer noch nichts entsprechendes getan.

Einen Kommentar schreiben: