Preisunterschiede an Raststätten in Österreich

Bei der Anreise von Deutschland und Österreich nach Kroatien kann es vorkommen, dass die Touristen eine Raststätte aufsuchen möchten. Aber Vorsicht! Der ÖAMTC hat die Getränkepreise an Raststätten überprüft und dabei Preisunterschiede von bis zu 103 Prozent festgestellt.

Hier der Bericht dazu:

Dass man auf der Autobahn für die Verpflegung mitunter sehr tief in die Tasche greifen muss, ist bekannt. Eine vom ÖAMTC in Zusammenarbeit mit dem renommierten Marktforschungsinstitut Survey Control durchgeführte Erhebung zeigt, dass es an den österreichischen Raststätten auch bei den Getränken teilweise enorme Preisdifferenzen gibt. Überprüft wurden 96 Raststationen und Tankstellen an Autobahnen und Schnellstraßen in ganz Österreich. Erhoben wurden die Preise für eine 0,5-Liter-Flasche Cola sowie einen “Kleinen Braunen”. Der Unterschied zwischen günstigstem und teuerstem Kleinen Braunen lag bei 1,45 Euro. “Das waren über 100 Prozent”, kritisiert ÖAMTC-Reiseexpertin Cornelia Schwarz. “Nachvollziehbar ist, dass sich das Preisniveau aufgrund von Ambiente und Service unterscheiden kann. Eine solche Differenz ist damit jedoch nicht zu erklären.”

Die Preise haben sich im Vergleich zur selben Erhebung 2008 um durchschnittlich 20 Cent erhöht. “Das liegt vermutlich am stark gestiegenen Kaffeepreisindex”, erläutert die ÖAMTC-Touristikerin. Einen Kaffee um einen Euro gibt es an einigen Tankstellen übrigens ebenfalls. “Der kommt jedoch aus dem Automaten und kann mit einem frisch zubereiteten Kleinen Braunen nicht verglichen werden”, so Schwarz.

Den günstigsten Kleinen Braunen bekam man beim ÖAMTC-Test an den Shell Autobahnstationen in Nickelsdorf Nord und Süd an der Ost Autobahn (A4) zu einem Preis von 1,40 Euro. An zweiter Stelle lag die Agip Station Matrei West an der Brenner Autobahn (A13) mit 1,50 Euro. Auf Platz drei folgten mit je 1,65 Euro die Schnellstraßenstationen in St. Marein Nord und Süd an der Murtal Schnellstraße (S36). Der teuerste Kleine Braune wurde im “Landzeit á la Carte Restaurant” Mondsee an der Westautobahn (A1) um 2,85 Euro serviert. Nur unwesentlich günstiger war der Kaffee im “Landzeit á la Carte Restaurant” Angath Nord an der Inntal Autobahn (A12) mit 2,80 Euro. “Der Durchschnittspreis für den Kleinen Braunen lag bei 2,20 Euro” (etwa 16 Kuna), resümiert die ÖAMTC-Expertin.

Auch der Preisunterschied für eine 0,5-Liter-Flasche Cola in den Tankstellenshops war mitunter sehr groß. Am günstigsten kaufte man das Getränk in der BP Tankstelle in Griffen an der Süd Autobahn (A2) um 1,40 Euro. Knapp dahinter folgten die Tankstellen bei St. Marein (Agip) an der Murtal Schnellstraße (S36) und Trieben (BP)  an der Pyhrn Autobahn (A9) mit 1,49 Euro. Am tiefsten musste man für das Erfrischungsgetränk in Klösterle und Innerbraz (beide OMV) an der Arlberg Schnellstraße (S16) sowie in Ybbs (Agip) an der West Autobahn (A1) in die Tasche greifen. Dort kostete ein halber Liter Cola 2,19 Euro. “Das ist ebenfalls eine sehr hohe Preisdifferenz von 56 Prozent zur am günstigsten gekauften Flasche”, sagt die ÖAMTC-Expertin. Im Durchschnitt kostete eine Halbliter-Flasche Cola 1,89 Euro (etwa 14 Kuna).

In der Erhebung wurden auch die durchschnittlichen Preise auf den einzelnen österreichischen Schnellstraßen und Autobahnen erhoben. “Die teuerste Kaffeepause machte man auf der Wiener Außenring Schnellstraße (S1). Dort kostete ein Kleiner Brauner im Schnitt 2,50 Euro”, erklärt die ÖAMTC-Expertin. Ähnlich teuer war es auf der Pyhrn Autobahn (A9) mit 2,39 Euro sowie auf der Inntal Autobahn (A12) und der Arlberg Schnellstraße (S16) mit 2,36 Euro. Wesentlich billiger kam man auf der Mattersburger Schnellstraße (S4) mit 1,70 Euro, der Murtal Schnellstraße (S36) mit 1,72 Euro und der Ost Autobahn (A4) mit 1,89 Euro davon.

Viele Autofahrer sind bereit, ein wenig mehr zu bezahlen, wenn der Kaffee dafür in angenehmer Atmosphäre serviert wird und gepflegte WC-Anlagen, Spielangebote für Kinder sowie behindertengerechte Einrichtungen vorhanden sind. Die ÖAMTC-Touristik bietet eine Online-Übersicht aller Raststationen entlang Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen.

Neben einem Lageplan und Infos zu Öffnungszeiten gibt die Raststationendatenbank auch Auskunft zu Infrastruktur und Service. So kann man mit wenigen Klicks herausfinden, ob die gewählte Raststätte über W-Lan oder einen Bankomat verfügt. Auch ob es Bedienung oder Selbstbedienung gibt, ob ein Spielplatz, eine Kinderspielecke oder ein Babywickelraum zur Verfügung stehen, kann so bereits vorab überprüft werden.

Die Raststationendatenbank findet man hier.

Quelle: OTS

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