Richtig Pausieren kann Leben retten

An diesem Wochenende beginnen in einigen deutschen und österreichischen Bundesländern die Sommerferien. Ab geht’s in den Urlaub. Obwohl “viele Wege nach Rom” führen, ist der Start mit dem eigenen Auto eine der beliebtesten Reise-Varianten. Wer jedoch Fahrten über hunderte von Kilometer ohne Pausen abspult, spielt mit dem Leben, warnt der ARBÖ und gibt Tipps für richtiges Pausieren.

Speziell die Kombination aus Hitze und Müdigkeit kann tödlich enden, wenn der Sekundenschlaf zuschlägt. ARBÖ-Verkehrsmediziner Medizinalrat Prof. Prim. Dr. Josef Nagler: “Wer müde ein Fahrzeug lenkt, spielt nicht nur mit dem eigenen Leben, sondern auch mit dem Leben der Mitreisenden und anderer Verkehrsteilnehmer.” Nur ausgeruhte Fahrzeugpiloten sollten losdüsen. Wer in der Nacht losfährt darf nicht vergessen, dass sich der Körper von zwei bis fünf Uhr normalerweise in der Tiefschlafphase befindet und deshalb nicht an Leistungsfähigkeit gewöhnt ist.

“Dringend eine ausgiebige Pause braucht, wer gähnt, das Gefühl hat, dass die Lider schwerer werden, die Augen brennen und sich der Mund trocken anfühlt”, warnt der ARBÖ-Verkehrsmediziner. Damit es nicht soweit kommt, gibt es eine einfache Faustregel, mit der richtiges Pausen-Timing leicht gemacht wird: Zu jeder ungeraden Stunde eine Pause einlegen und die Dauer beim nächsten Mal verdoppeln: Erste Pause nach einer Stunde Fahrtzeit: Dauer fünf Minuten. Zweite Pause nach drei Stunden Fahrtzeit: Dauer zehn Minuten, und so weiter. Fahrten, die länger als sieben Stunden dauern, müssen in Etappen gegliedert werden.

Auto auf den Rastplatz lenken, aussteigen, Füße vertreten, ein paar körperliche Reck- und Streckübungen, auf dem Stand laufen, hüpfen – alles Tipps für eine sinnvolle Pausengestaltung. Wer dann noch gesundes Essen zu sich nimmt, wie Vollkornweckerl, knackiges Gemüse, leichter Schinken und Käse und Obst als Nachtisch, tut seinem Körper an heißen Tagen was Besseres, als mit fettigen Schweinbraten oder Pommes. Viel Trinken ist wichtig, um Müdigkeit keine Chance zu geben. Gespritzter Apfelsaft enthält auch Mineralien und wirkt nahezu isotonisch auf den Körper, der durchs Schwitzen viel Flüssigkeit verliert. Nagler: “Achtung vor den scheinbaren ‘Dopingmitteln’ wie Kaffee oder Energy-Drinks. Diese bringen nur subjektiv empfunden mehr Frische – die Müdigkeit bleibt bestehen.” Wer müde ist, dem hilft nur der Schlaf. Selbst ein halbstündiges Schläfchen mit anschließenden Körperübungen bringt mehr, als eine Tasse Kaffee.

Quelle. OTS

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