Neues im Fall des Tomislav Horvatinčiić

Am 16.8.2011 ist der Unternehmer Tomislav Horvatiničić aus Zagreb mit der Motorjacht »Santa Marina«, die er bei dem Unternehmen Santa Marina d.o.o. aus Kaštelir in Istrien gechartert hatte, in unmittelbarer Nähe der kleinen Insel Maslinovik bei Primošten mit der Segeljacht “Santa Santa Pazienza” zusammengestoßen und das auf ihr befindliche Ehepaar aus Italien ist bei diesem Unfall getötet worden.

Das Unternehmen Santa Marina d.o.o. ist am 13.2.2006 mit einem Eigenkapital von 20.000 Kuna gegründet worden und ein Rino Rojac ist ihr einziger Gesellschafter und Direktor (Quelle: Sudski Registar RH).

Die Jacht »Santa Marina« wurde im Jahr 2007 in der italienischen Werft »Itana« gebaut, und ist danach im kroatischen Schiffsregister von dem Unternehmen Santa Marina d.o.o. eingetragen worden. Aufgrund der bestehenden Gesetzgebung ist vorgeschrieben, dass sich die Besitzer von Booten und Jachten die verchartert werden, eine jährliche Betriebserlaubnis einholen müssen, damit mit ihnen in kroatischen Gewässern gefahren werden darf.

Im vorliegenden Fall ist diese Betriebserlaubnis im Jahr 2008 zuletzt erteilt worden und hätte 2009 verlängert werden müssen. Das ist nicht geschehen und für solche Fälle sieht das Gesetz eine Geldstrafe in Höhe von 10.000 Kuna bei Unternehmen und eine Geldstrafe von 800 bis 5.000 Kuna bei Privatpersonen vor.

Viel wichtiger ist aber die Tatsache, dass bei fehlender Betriebserlaubnis kein Versicherungsschutz besteht und ein Direktor der in diesem Fall zuständigen Versicherung hat bereits angekündigt, dass von ihr keine Schadensersatzleistungen übernommen werden.

Unterdessen hat vorgestern die zuständige Staatsanwaltschaft bei dem Untersuchungsrichter beantragt, dass die Anordnung der Untersuchungshaft für Horvatiničić, die auf einen Monat befristet ist, in eine zeitlich unbegrenzte Untersuchungshaft umgewandelt wird. Dieser Antrag ist von dem Richter mit der Begründung zurückgewiesen worden, dass nach seiner Meinung die Vernehmung der mehr als 30 Zeugen vor Ablauf der Monatsfrist abgeschlossen werden kann.

Quelle: HRT

Ein Kommentar zu “Neues im Fall des Tomislav Horvatinčiić”

  1. Balticskipper

    War die U-Haft nicht schon offiziell auf 2 Monate erhöht worden?
    Der Fall wird immer bizarrer, denn woher wollte der Verursacher wissen, daß nur 2 Personen an Bord waren? Es hätten ja auch im Boot noch Personen sein können.
    Nach meiner Meinung bleibt es deshalb trotzdem unterlassene Hilfeleistung und Fahrerflucht.
    Bin mal gespannt, ob die Behörden eine Verkettung vom Unfallverursacher zur Charterfirma finden.

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