Anklageerhebung gegen Ivo Sanader

Gegen den früheren Ministerpräsidenten von Kroatien Ivo Sanader sind von der Sonderstaatsanwaltschaft zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität und der Bekämpfung der Korruption (USKOK) erhebliche Beschuldigungen erhoben worden. Sie ist u.a. zu der Überzeugung gelangt, dass er in den Jahren 1994 und 1995 als Mitarbeiter des Außenministers Mate Granić von der Hypo-Bank in Klagenfurt eine Provision in Höhe von umgerechnet 3,6 Mio. Kuna erhalten hat, damit ein Kreditgeschäft zwischen der kroatischen Regierung und der Bank abgewickelt werden konnte.

Heute ist gegen 13:00 Uhr vor dem Bezirksgericht von Zagreb, unter großen Sicherheitsvorkehrungen, von der Staatsanwaltschaft die Anklageerhebung in dieser Sache vorgetragen worden. Von Richterin Tanja Pavelin-Borzić wurde angeordnet, dass diese Verhandlung unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet.

Nach zweistündiger Sitzungsdauer teilte Staatsanwältin Tamara Laptoš vor Journalisten mit, dass die Anklageerhebung von der Richterin angenommen wurde.

Demnach handelte es sich heute nicht wie vorher gemeldet um den Beginn der Hauptverhandlung, sondern nur darum, ob die Anklage von dem Bezirksgericht angenommen wird.

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