Botschafterbesuch auf der Insel Krk

Wie in seiner Presseerklärung von voriger Woche angekündigt, hat der Botschafter der Bundsrepublik Deutschland in Kroatien, Dr. Bernd Fischer, gestern auf Einladung des Bürgermeisters der Stadt Krk, Darijo Vasilić, die Stadt und damit der Insel, trotz des schlechten Wetters, zu einem offiziellen Aufenthalt besucht, nachdem er sich in den vergangenen Jahren, zuletzt im Jahr 2010, zu einem privaten Besuch auf ihr aufgehalten hatte.

Er traf pünktlich wie vorgesehen, um 10:00 Uhr aus Zagreb in Begleitung seiner Mitarbeiterin Ivana Tušek vor dem Rathaus ein und wurde von den Repräsentanten der Stadt herzlich begrüßt. Im Anschluss daran fand ein Gespräch mit ihnen statt welches dadurch gekennzeichnet war, wie gut sich die Beziehungen zwischen Deutschland und Kroatien entwickelt haben. Der Botschafter ist sehr schnell auf das Thema der EU-Mitgliedschaft eingegangen und hat mehrfach darauf hingewiesen, dass dieses Land etwas in die EU einbringt, was es in anderen Beitrittsländern der EU nicht gegeben hat. Das schöne Wetter, die schöne Küste mit ihren vorgelagerten Inseln, die frische Luft, das schöne Meer und viele anderen Sachen, die einige Staatsbürger Deutschland veranlasst haben eine neue Heimat in Kroatien zu finden.

Er hat dabei den Bürgermeister und die Vertreter der Stadt darauf hingewiesen, dass es nach dem 1.7.2013 Jahren darauf ankommt, die Finanzmittel in Brüssel richtig und fachgerecht anzufordern, damit es auch zu Unterstützungen bei der Verbesserung von Infrastrukturmassnamen kommt. Dabei wies er ausdrücklich auf die Verwertung der erneuerbaren Energien hin (Wind, Sonne und Verwertung von Biomasse), die auch auf der Insel Krk ausreichend vorhanden sind. Er ist der Überzeugung, dass auf der Insel Gebiete vorhanden sind, wo man solche Projekte verwirklichen könnte.

Im Anschluss an dieses Zusammentreffen, welches länger gedauert hat als es vorher geplant war, hat in Begleitung des Bürgermeisters, trotz des Regens, eine Besichtigung der Innenstadt von Krk stattgefunden. Hauptziel war dabei die Kathedrale von Krk und die mit ihr zusammenhängenden Kirchen. Dabei wurde ihm ein Eindruck von der Tradition der Stadt vermittelt und es war erstaunlich, wie gut er über sie informiert war.

Danach hat in einem Hotel auf Einladung der Stadt Krk am Hafen ein Mittagessen stattgefunden, an dem ausgesuchte Persönlichkeiten teilgenommen haben. Die servierten Getränke und Speisen der Insel Krk haben allen Teilnehmer sehr gut geschmeckt und haben gezeigt, welche Köstlichkeiten auf der Insel angeboten werden.

Gegen 14:00 Uhr fand in dem Rathaussaal, die vorher angekündigte Veranstaltung statt, zu der die auf der Insel Krk lebenden deutschen Staatsbürger mit Daueraufenthaltsrecht eingeladen worden waren.

Zu Beginn zeichnete er, vor etwa 100 anwesenden Deutschen und Kroaten, den auf den Insel Krk lebenden Bürger Roko Kiković mit einer Ehrenurkunde für seine Verdienste um die Stärkung der deutsch-kroatischen Beziehungen aus. Er war einer der Mitbegründer der Deutsch-Kroatischen Gemeinschaft Karlsruhe, hat Hilfstransporte nach Kroatien organisiert und sich um Flüchtlinge aus Kroatien und Bosnien und Herzegowina gekümmert. Heute unterstützt er Hilfe suchende deutsche Touristen und deutschsprachige Bewohner der Insel Krk.

Es folgte sein angekündigter Vortrag und er hat dabei auf die lange Tradition der deutsch-kroatischen Freundschaft und auf die Bedeutung der Europäischen Union sowie der NATO in der heutigen Zeit hingewiesen. Dabei betonte er, dass es in der Geschichte Europas noch niemals eine so lange Friedensperiode wie jetzt gegeben habe. Er erinnerte mit bewegenden Worten an die Zeit von Dezember 1991, als sich der damalige Bundesaußenminister Hans Dietrich Genscher bei einer nächtlichen Außenministerkonferenz in Brüssel durchgesetzt hat und dafür sorgte, dass Kroatien diplomatisch anerkannt und kurz darauf Mitglied der UN werden konnte.

Für die anwesenden deutschen Staatsbürger war es wichtig von ihm aus erster Hand zu erfahren, welchen Aufenthaltsstatus sie nach dem EU-Beitritt Kroatiens besitzen. Er wies darauf hin, dass Bürger der EU ab diesem Zeitpunkt ein volles Niederlassungsrecht haben und keine Aufenthaltsgenehmigung mehr notwendig ist. In diesem Zusammenhang machte er auch darauf aufmerksam, dass EU-Bürger mit ständigem Wohnsitz in Kroatien ab diesem Zeitpunkt bei Kommunalwahlen ein Wahlrecht besitzen, und wies den Bürgermeister scherzhaft darauf hin, dass er um gewählt zu werden, in Zukunft auch diese Wählergruppe im Auge behalten sollte.

Im Anschluss an den Vortrag bestand für die Zuhörer die Gelegenheit Fragen zu stellen und der Botschafter hat diese, soweit es ihm möglich war beantwortet.

Der Vortrag dauerte etwa 80 Minuten und bei einem anschließenden Cocktailempfang, zu dem ebenfalls die Stadt Krk eingeladen hatte, bestand für alle Teilnehmer die Möglichkeit sich untereinander kennenlernen zu können. Gegen 16:30 Uhr ist dann der erste offizielle Besuch des deutschen Botschafters in der Stadt Krk beendet worden. Vor seiner Abreise hat er angekündigt im Mai/Juni nächsten Jahres der Insel Krk einen weiteren Besuch abstatten zu wollen.

Nach dem Gespräch am Vormittag sind wie bei solchen Gelegenheiten Geschenke ausgetauscht worden. Hier ein Foto davon:

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Auf folgendem Foto ist zu sehen, wie er eine der Kirchen besichtigt:

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Hier ist ein Foto und ein Bericht in der heutigen Ausgabe der Zeitung “Novi List” zu sehen und hier die Berichterstattung der Stadt Krk über diesen Besuch.

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