Karawankentunnel braucht zweite Röhre

Der 20 Jahre alte Karawankentunnel zwischen Kärnten und Slowenien, der für Reisende nach Kroatien eine wichtige Bedeutung hat,  wird derzeit sicherheitstechnisch aufgerüstet. Eine Entscheidung über den weiteren Ausbau des Tunnels gibt es laut Betreiber ASFINAG noch nicht. “Die einzig vertretbare Lösung ist ein Vollausbau, also der Bau einer zweiten Karawankentunnelröhre”, wiederholte daher heute, Montag, Verkehrsreferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler seine Forderung.

Dem Landeshauptmann geht es dabei um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer und er führt auch Nachteile für Kärntens Wirtschaft und Tourismus durch das Nadelöhr Karawankentunnel an. “Er ist der einzige einspurige Tunnel von der Nordsee bis zum Mittelmeer. Wie überlastet dieser Bereich ist, haben die Staus im Sommerreiseverkehr wieder mehr als deutlich gemacht”, erklärte Dörfler.

Der Landeshauptmann setzt sich für den Bau der zweiten Tunnelröhre auch in Brüssel ein und steht im laufenden Kontakt mit Slowenien. So ist für Ende September bereits ein Gesprächstermin mit dem slowenischen Verkehrsminister Patrick Vlačič in Laibach (Ljubljana) fixiert, um eine gemeinsame Vorgehensweise beider Länder zu diskutieren. Dazu wird er eine Reise aus der Landeshauptstadt Celovec (Klagenfurt) in die slowenische Hauptstadt antreten.
Quelle: OTS

Ein Kommentar zu “Karawankentunnel braucht zweite Röhre”

  1. istra

    Die zweite Karawankentunnel-Röhre ist auch aus Sicherheitsgründen dringend erforderlich. Das wird aber dem Verkehrsfluß insgesamt wenig helfen, sind doch die Autobahnen rund um Lublijana chronisch verstopft, Staus täglich der Fall und die Autobahn-Verengungen bei den alten inzwischen überflüssigen Zahlstellen eine Zumutung.
    Eine Zumutung sind auch die überhöhten Preise für die Autobahn-Vignetten, zahlbar an das gierige Slowenien.

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