Neue Pläne zum Bau der Pelješac-Brücke

Um vom Norden und Westen Kroatiens den Süden Dalmatiens erreichen zu können, ist es notwendig, den etwa 3 km. langen Korridor von Neum zu durchqueren, der sich auf dem Territorium von Bosnien-Herzegowina befindet. Dadurch ist es in der Regel notwendig, dass die Reisenden von Grenzpolizei- und Zollbeamten bei der Ein- und Ausreise kontrolliert werden.

Um dieses Hindernis zu umgehen, ist bereits vor mehreren Jahren der Plan geboren worden, zwischen dem Festland bei der Ortschaft Komarna und der Halbinsel Pelješac eine Brücke zu bauen. Die Planung sieht vor, dass sie eine Länge von 2.375 Metern hat. Die Investitionskosten sollen 260 Mio. Euro betragen.

Mit den Vorbereitungen für die Bauarbeiten ist bereits vor ein paar Jahren begonnen worden und sie wurden eingestellt als absehbar wurde, dass dieses Vorhaben aus finanziellen Gründen nicht mehr zu realisieren war und weitere Kredite aus dem Ausland nicht zu Verfügung standen.

Am 19.8.2011 teilte Kroatiens Ministerpräsidentin Jadranka Kosor mit, dass die Bauarbeiten im September d.J. wieder aufgenommen werden, weil man bis zu diesem Zeitpunkt eine neue Finanzkonstruktion dafür finden wird. Weil sie keine weiteren Einzelheiten dazu nannte, ist diese Ankündigung von Vertretern der Oppositionsparteien als Wahlkampftrick bezeichnet worden.

Gestern hat Davor Penić, der SDP-Vorsitzende von der Gespanschaft Dubrovačko-Neretvanska, vorgeschlagen den Bau dieser Brücke zunächst noch einmal weiter zu verschieben, bis bessere finanzielle Voraussetzungen des Staates vorhanden sind. Stattdessen schlägt er vor, dass in den im Moment wenig ausgelasteten staatlichen Werften in Split und Kraljevica kurzfristig vier neue und große Fähren gebaut werden, die im Verkehr von Mali Ston zur Halbinsel Pelješac eingesetzt werden könnten. Die Baukosten betragen nach seiner Meinung pro Fähre zwischen 8 und 10 Mio. Euro. und dadurch wäre eine Gesamtinvestition von maximal 40 Mio. Euro notwendig.

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