Taucherin bei Žirje tödlich verunglückt

Gestern, am Mittwoch dem 14.9.2011, ist eine 29- jährige Taucherin aus Schweden, die sich in der Nähe der Insel Žirje in Begleitung von sechs Tauchern befand, bei einem Tauchgang, der von einer Tauchschule von der Insel Murter organisiert worden war, in eine Tiefe von etwa 70 Metern getaucht.

Nach dem Auftauchen wurde festgestellt, dass sie sich in Todesgefahr befand und mit Hilfe von reinem Sauerstoff ist sie reanimiert worden. Die Leiterin des Tauchzentrums hat sie danach nach Vodice gebracht, wo ein Rettungswagen bereit stand, um sie in das Krankenhaus nach Šibenik zu bringen.

In dem Rettungswagen wurden weitere Reanimierungsversuche unternommen, doch vor Eintreffen in dem Krankenhaus ist sie gegen 11:00 Uhr in ihm verstorben.

Fachleute gehen davon aus, dass sie als Sporttaucherin in eine viel zu große Tiefe getaucht ist und der Unfall dadurch entstanden ist. Die aus diesem Grund notwendige Vernehmung der Leiterin der Tauchschule gestaltet sich schwierig, weil sie über wenig Kenntnisse in der kroatischen Sprache verfügt.

Quelle: Hina

5 Kommentare zu “Taucherin bei Žirje tödlich verunglückt”

  1. jure

    Der Taucherunfall bei Žirje mit tödlichen Ausgang ist mit Sicherheit bei nicht Beachtung derDekompressionszeit beim auftauchen aus eine tiefe von 70 Meter entstanden,entweder hatte die Taucherin zu wenig Theoretische Unterricht oder die Tauchpartner haben den Fehler der Partnerin nicht bemerkt es heist nicht um sonst tauche nie allein.Beim abtauchen auf eine tiefe von 70 Meter sollte das Transport bot eine für die SIcherheit der Tauch Gäste eine Dekompressionskammer an Bort haben um eine sofortig Hilfe leisten zu können.Allein von der Unfallstelle nach Vodice war die Fahrzeit mit dem zu lange,dazu kommt nochj die Transportzeit mit dem Rettungswagen von Vodice in das Krankenhaus nach Šibenik was eine Fahrzeit von mindestens eine 1/2/h gedauert hat nach meiner Infermation gibt es dort keine Dekopressionskammer sondern nur in Split also konnte sie dort nicht richtig behandelt werden.Vom Unfallort bis nach Šibenik ist mindestens 1/h vergangen und das ist meist schon tödlich.
    Leider ist es auch zu bedauern das in einem Touristishe Land Kroatien noch keine Luftrettunggesellschaft wie nach dem Vorbild Östereich oder Deutschland gegründet wurde was mus noch Pasieren?Man hat hier nur einen vom Militär einen Hupschrauber der für den Transport von Kranken und Verletzten von den Inseln verwendet wird der für die Luftrettung nicht geeignet ist und auch die Ausstattung nicht.Diese Einrichtung ist für alle Kroaten und Ausläder absolut notwendig.Hätte man die Taucherin mit einem Luftrettungsgerät Transportiert würde sie warscheinlich den Unfall Überlebt haben

  2. Monika Grundl

    Dieser Tauchunfall ist sicherlich tragisch, geht aber leider – wieder einmal – mit der Nichtbeachtung der gültigen Vorschriften für Taucher in Kroatien einher. Die Vorschriften für Sporttaucher in Kroatien beschränken die Tauchtiefe auf max. 40 m, dies sollte eigentlich allen Tauchern oder zumindestens der Tauchschule/Tauchbasis bzw. den begleitenden Tauchlehrern/-giudes bekannt sein.

  3. istra

    Obwohl Monika Grundl formal recht hat, nutzt das Rechthaben natürlich nichts, wenn ein Unfall geschehen ist, der, denken wir an den Strassenverkehr, fast immer durch Gesetzesverstöße verursacht wird.

    In Kroatien fehlt es an Vielem, wenn es um die Rettungskette oder um das Gesundheitswesen geht. Vielerorten, aber nicht überall, herrschen skandalöse Zustände in diesen Bereichen. Das finde ich von “jure” sehr gut aufgezeigt.

    Ich sehe nicht dass Kroatien das know-how dafür besitzt.
    Eine Lösung wäre, dass Zagreb Konzessionen europaweit ausschreibt, die die Durchführung des Rettungswesens mit regionalen Zentralen einschließlich zusätzlicher Dekomressionskammern, Notarztwesen, Schnellbooten und Helirettung umfasst.
    Die Investitionen sind Staatsangelegenheit.

    Es geht auf Dauer sicher nicht gut, die “Kurtaxe” für die Kroatienwerbung zu verwenden, den Tourismus kräftig zu besteuern, aber für die Sicherheit und das Wohlergehen der Inländischen und ausländischen Touristen vor Ort zu wenig ausgeben zu wollen.
    Der letzte krasse Fall der Unterversorgung nach dem unverschuldeten Unfall mit dem österr. Brandopfer “Christian” am 24.6.2011 ist noch unvergessen!: dazu informierte uns das Opfer nachträglich von Wien aus, dass der “Rettungswagen” ein Lieferwagen war und die “perfekte Erstversorgung” von ausländischen Ärzten auf dem Campingplatz privat geleistet wurde, die glücklicherweise rein zufällig mit Medikamenten zur Schock- und Schmerzversorgung zugegen waren…! Die Intensivstation in einer Klink in Rijeka bestand aus einem gekachelten Raum mit einem Bett. Sonst Nichts.
    http://kroatien-news.net/2011/07/das-bootsungluck-bei-insel-cres-am-24-6-2011/#comments

  4. Soline

    @istra

    Bereits im Februar des Jahres 2007 habe ich mich dafür eingesetzt, dass von drei verschiedenen Kroatien-Foren eine Aktion gestartet wird, damit in der Gespanschaft Primorsko Goranska und Istrien ein ähnliches System mit Rettungshubschraubern wie in Deutschland oder Österreich und der Schweiz eingeführt wird. Mehr dazu hier:

    http://www.forum-kroatien.de/t515894f11735020-Gemeinsame-Aktion-der-Kroatien-Foren-Rettungshubschrauber.html

    Mein damaliger Vorschlag ist von einzelnen Personen heftig kritisiert worden, sodass heute noch Krankentransporte mit einem “Lieferwagen” von den Kvarner-Inseln in das Krankenhaus nach Rijeka stattfinden müssen. Nach ihrer Meinung wäre es notwendig gewesen erst einmal eine Expertenkomission zu bilden um diese Forderung durchzusetzen.

    Mir persönlich ist dieses Thema inzwischen egal, denn ich bin mir sicher, dass Freunde von uns Tag und Nacht innerhalb von wenigen Minuten dazu bereit sind, mich oder einen meiner Familienangehörigen in das Krankenhaus von Rijeka zu befördern.

    Im übrigen fällt auf, dass Rettungsflüge der kroatischen Luftwaffe überwiegend von den Inseln in Dalmatien, ausser von Rab, stattfinden, die für solche Flüge nicht ausreichend ausgerüstet sind.

  5. istra

    @soline
    OK, gut dass Du da Druck gemacht hast. Ich weiß nicht genau wo ich meinen Optimismus her nehme. Eventuell aus meiner ersten Heimat, aus Österreich. Dort hatten wir in den 60er Jahren, etwa 20 Jahre nach dem Krieg, ähnliche Verhältnisse im Rettungswesen wie in Kroatien heute. Aber dannach wurde es ständig besser.
    Wenn in Kroatien die alten Apparatschiks weg von der Macht sind, wird es auch besser. Mit wenig Geld dauert es noch 40 Jahre, mit viel Geld vermutlich 20 Jahre, bis der EU-Standard in diesem non-profit Bereich geschafft sein wird. Die neue Junge Generation macht das, daran glaube ich.

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