Rehe sind selten als Singles unterwegs

Karg wird jetzt schön langsam das Futter für Rehe, Wildschweine, Hirsche und all ihre Wildkollegen. Auf der Suche nach Leckerem kreuzen sich die Wege der Tiere, die selten nur als “Singles” unterwegs sind, mit den Wegen der Menschen in ihren dahinbrausenden “Untersätzen”. Was getan werden muss, um nicht mit einem futtersuchenden Tier zu kollidieren, hat der ARBÖ zusammengefasst.

2010 passierten laut Statistik Austria in Österreich 114 Wildunfälle. Dabei verunglückten 125 Personen. Mit Wildwechsel muss vor allem in Waldgebieten, zwischen Feldern und Fluren gerechnet werden, zumeist in der Morgen- und Abenddämmerung. “Entsprechende Verkehrsschilder unbedingt ernst nehmen! Wer mit überhöhter Geschwindigkeit weiterbraust, spielt mit dem Leben von Mensch und Tier”, warnt Sieglinde Rernböck vom ARBÖ. Wichtig: Tempo reduzieren und vorausschauend sowie mit permanenter Bremsbereitschaft durch diese Gebiete fahren. Unbedingt ausreichend Sicherheitsabstand zum vorausfahrenden Fahrzeug einhalten.

Sieht man das querende Wild noch rechtzeitig, mehrmals kurz die Hupe betätigen. Keinesfalls Dauerhupen oder mit dem Fernlicht blenden. “Dies irritiert das Wild und es kann passieren, dass es im Schock einfach mitten auf der Fahrbahn stehen bleibt”, warnt Sieglinde Rernböck vom ARBÖ. Die gefährlichsten Situationen entstehen durch unkontrollierte Ausweich- und Bremsmanöver, bei denen das Auto auf die Gegenfahrbahn gerät. Experten raten, im Zweifel eher einen abgebremsten Zusammenstoß mit dem Wild in Kauf zu nehmen, als hektisch zu reagieren.

Kommt es trotzdem zu einer Kollision, muss wie bei jedem anderen Unfall reagiert werden, erinnert Rernböck: “Warnblinker einschalten, Warnweste anziehen, bevor das Fahrzeug verlassen wird, Warndreieck aufstellen, gegebenenfalls Verletzte versorgen.” Die Polizei muss auf jeden Fall verständigt werden. Wer dies verabsäumt, macht sich wegen Nichtmeldens eines Sachschadens strafbar und bekommt auch keinen Schadenersatz durch Versicherung oder auch den ARBÖ-Sicherheits-Pass, der eine Wildschadenvergütung im In- und Ausland beinhaltet. Selbst wenn das Tier nur angefahren wurde und noch weglaufen konnte, muss die Polizei verständigt werden. “Diese kontaktiert dann den zuständigen Jagdaufseher, der sich mit seinem Jagdhund auf die Suche nach dem Tier macht, um es gegebenenfalls von seinem Leid zu erlösen”, informiert Rernböck.

Ein angefahrenes, verletztes Tier sollte auf keinen Fall berührt werden. Es könnte nochmals zubeißen oder mit Tollwut infiziert sein. Getötetes Wild darf auch nicht mitgenommen werden, ansonsten macht man sich der Wilderei strafbar, was mit Geld- oder Haftstrafen bis hin zur Beschlagnahme des Fahrzeugs geahndet wird.

Quelle: OTS

Diese Hinweise stammen aus Österreich, gelten aber in ähnlicher Form auch für Kroatien. Der Wildbestand ist verhältnismässig groß und selbst auf den vorgelagerten Inseln muss mit Wildwechsel gerechnet werden. Gerade in den letzten Wochen konnten auf der Insel Krk selbst in Wohngebieten, mehrfach Rehe bei dem Überqueren von Straßen beobachtet werden.

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