Der Irrsinn von Rijeka

Am 15. April 2009 wurde hier erstmals berichtet, dass die Jacht “Galeb” des ehemaligen jugoslawischen Diktators und Staatspräsidenten Josip Broz Tito versteigert werden soll. Es folgten Berichte am 17.4.1008, 24.4.2009, 22.5.2009, 22.6.2009, 10.6.2010, 10.10.2010, 20.12.2010, 2.4.2011 und 5.6.2011. Besitzer ist damals die Hafenstadt Rijeka geworden, bei der es anscheinend keine anderen finanziellen Probleme gegeben hat, diesen Schrotthaufen zu erwerben und die dafür erforderlichen Liegegebühren zu zahlen.

Mit dem Thema was aus diesem Schiff werden soll, hat sich in dieser Woche der Stadtrat von Rijeka in einer ausführlichen Debatte beschäftigt. Durch (fast) einstimmigen Beschluss vom 4.10.2020 wurde entschieden, sie einem privaten Konzessionär zu überlassen. Die jährliche Gebühr soll 14.000 Kuna betragen, wenn er gleichzeitig die Liegegebühren übernimmt.

Es ist davon auszugehen, dass es weder einen in- noch ausländischen Investor gibt, “der sich diesen Klotz ans Bein binden will”.

Leider ist anzunehmen, dass sich bei der Stadt Rijeka niemand Gedanken darüber gemacht hat, welche Kosten von 2009 bis jetzt entstanden sind und wie viel Mittel für anderweitig dringend notwendige Maßnahmen zur Verfügung gestanden hätten, sodass man den damaligen Kauf der Titojacht Galeb, durchaus als Irrsinn bezeichnen kann, für den Politiker der Stadt Rijeka verantwortlich sind.

Vorschlag an die Stadtväter- und mütter von Rijeka: Sorgt dafür das der Schrott auf dem Meeresgrund keine Umweltschäden hervorrufen kann und versenkt ihn an einer geeineten Stelle vor der Küste. Anschliessend könnten durch die Vergabe einer Tauchlizenz, wenigstens noch ein paar Kuna eingenommen werden.

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