Weihnachtsbaumverkauf in der Stadt Krk

Der in der Gemeinde Punat auf der Insel Krk lebende Josip Antolić hat in den Vorjahren die durch ihn und seinem Bruder in Slawonien angepflanzten und geschlagenen Weihnachtsbäume, ohne jemanden zu fragen, auf dem alten Markt der Stadt Krk, unmittelbar unterhalb der historischen Stadtmauer verkauft. Eigentümer dieses Grundstücks ist die Stadt Krk und er ist unter dem Motto “Dao Bog da nam dođu” (Gebe Gott, dass sie -die Käufer- zu uns kommen) vorgegangen. Eine Standgebühr oder sonstige Abgaben hat er nicht gezahlt. Seine Verkaufsaktion hat er u.a. deshalb ohne Beanstandungen durchführen können, weil sein Stand das weihnachtliche Bild im Zentrum der Stadt verschönert hat.

Im Laufe des vorigen und dieses Jahres sind bei der Stadtverwaltung mehrere Anfragen eingegangen, bei besonderen Anlässen an dieser Stelle Verkaufsstände betreiben zu dürfen. Daraufhin hat der Stadtrat beschlossen diesen Platz in dem Register zu erfassen, auf dem aufgrund der Kommunal-ordnung solche Verkaufsveranstaltungen stattfinden können.

Die Vorschriften sehen z.B. vor, dass derjenige der solch einen Stand betreiben möchte, vorher einen entsprechenden Antrag bei der Stadtverwaltung zu stellen hat.

Antolić hat davon anscheinend nichts mitbekommen, und als er in diesem Jahr wieder mit seinem Verkauf beginnen wollte stellte er fest, dass ein Gartenbaubetrieb aus Sv. Ivan Zeline bereits vor Ort war und seine Bäume verkauft hat, weil ihm die Genehmigung dazu erteilt worden war.

Darüber ist er sehr verärgert und er hat sich in der Öffentlichkeit über das Verhalten der Stadtverwaltung von Krk beschwert. Auf die Idee seine Bäume an anderer Stelle zu verkaufen ist er anscheinend noch nicht gekommen und er beklagte sich darüber, dass es ihm und seinem Bruder nun sehr schwer fallen wird, die jeweils drei Kinder ernähren zu können.

Ein Kommentar zu “Weihnachtsbaumverkauf in der Stadt Krk”

  1. kvarner

    Dieser Fall wird sich in den nächsten Jahren noch hunderttausendmal wiederholen. Die Ignoranz vieler Bürger aber auch noch viel zu oft korrupte Behörden sind ein Garant dafür. Aber immerhin, es tut sich was im kommenden EU-Mitglied. Denn Ordnung muss sein, sonst Griechenland!

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