Zoran Milanović reist heute nach Wien

Der neue kroatische Ministerpräsident Zoran Milanović wird heute Abend, gemeinsam mit seiner Ehefrau Sanja Milanović, seine zweite Auslandsreise antreten.

Um 19:45 Uhr wird er in Wien von Werner Faymann, dem Bundeskanzler der Republik Österreich, in dessen Amtssitz Ballhausplatz 2, zu politischen Gesprächen empfangen.

Im Anschluss daran nimmt er auf Einladung des Bundespräsidenten Heinz Fischer, um 20:00 Uhr an einem festlichen Abendessen teil, welches in der ehemaligen kaiserlichen Residenz, der Hofburg stattfinden wird.

Höhepunkt des Abends ist die Teilnahme an der Eröffnung des diesjährigen Opernballs in der Staatsoper von Wien. Er ist in die Loge des Bundeskanzlers eingeladen worden und dessen Ehrengast. Er wird wahrscheinlich die Gelegenheit nutzen können, sich mit prominenten Politikern, Showgrößen, sowie aktiven und ehemaligen Sportlern, wie z.B. Lothar Matthäus, zu treffen.

Ob es dabei auch zu einer Begegnung mit der Schauspielerin Britte Nielsen und dem Baumeister Richard Lugner kommt, ist bis jetzt noch nicht bekannt.

Den für diese Veranstaltung vorgeschriebenen Frack wird er im Gegensatz zu seinem Vorgänger Ivo Sanader nicht kaufen, sondern sich in Wien leihen.

6 Kommentare zu “Zoran Milanović reist heute nach Wien”

  1. istra

    Für Alle die mit der Österr.Kultur nicht so ganz vertraut sind:

    die Einladung ist eine Ehrung und Anerkennung für Kroatien, wobei wohl Ministerpräsident Zoran Milanović stellvertretend für alle Kroaten zum Opernball eingeladen wurde.
    Heutzutage steht dieses Fest für die Freude eines friedlichen und sich entwickelndes Europas mit der Einladung zusammenzuarbeiten und Teilhabe zu bekommen.

    So gesehen ist der Opernball politisch. “Der Kongress tanzt”.

  2. kvarner

    Viel spannender als den Opernball fand ich gestern den ganztägigen Live-Ticker bei derStandard.at über den U-Ausschuss. Ich hoffe Milanović hat den nicht auch gelesen, sonst wäre sein guter Eindruck von AT sofort dahin. Mein lieber Scholli, was da aus der Alpenrepublik zu Tage kam. Die alte Weisheit hat sich mal wieder bestätigt: “Österreicher sind auch nur Italiener die deutsch sprechen” :-) )

    Bin schon weg und in Deckung…

  3. istra

    Hast ja Recht Kvarner aber da fehlt noch Einiges:
    Als in diesem blog über die große Korruption in Kroatien beklagt wurde, wies ich auf Österreich und Deutschland hin, die mindestens so viel oder mehr Korruption haben als HR. Z.B. wurden Manager von SIEMENS in D überführt und der Konzern musste außerdem in den USA eine Millionenstrafe zahlen. Das frühere Geschäftsmodell von SIEMENS ist heute noch weit verbreitet, wenn es um Aufträge geht. Eine weitere Variante: es wird immer wieder berichtet, dass US-Firmen durch das staatliche Echelonlauschsystem geschäftliche Vorteile erlangt.
    Die Rede in D war schon immer von “Der gekauften Republik”, wenn man das Einmischen der Wirtschaft in die Politik meinte. Ich persönlich halte diese Art von Korruption für gefährlich, weil sie die Demokratie hintergeht und zur Wahlverweigerung von rund 60% der Wahlberechtigten führte.
    Das “Wulffen” wäre ein passender Name hierfür.

    Italien unterscheidet sich bei der Korruption grundlegend von der ganzen Welt. Dort existiert zusätzlich eine mafiöse Schattenwirtschaft in so riesigem Ausmaß, das Italien trotz Staats-Überschuldung als reich bezeichnet werden kann.

    Griechenland, zumindest deren Regierung, hat sich mit gefälschten Zahlen den Beitritt zur EU und den Euro erschlichen. Wie sortiert man das ein?

    Vergleichsweise (!) befand sich der kroatische Ministerpräsident Zoran Milanović am Opernball vermutlich in weniger schlechten Gesellschaft!
    Das muß man nochmals lesen: in weniger schlechten Gesellschaft! :-)
    Daher kann man Spaß haben beim Wiener Operball zu gucken…

  4. kvarner

    Freut mich dass Du das sportlich nimmst. So ist es immer noch am besten.

    http://www.youtube.com/watch?v=QSKCxrD12ss

    :-)

  5. istra

    @ kvarner

    Zwei sehr böse “Witze” dazu:

    Kennen Sie den Unterschied zwischen Deutschen und Österreichern?
    Nein.
    Nun, der Österreicher kann über sich lachen!

    Und:

    Kennen Sie den Unterschied über Preußen und Österreich?
    Nein.
    Nun, Österreich gibt es noch!

    Ich hoffe ich bin sportlich.

  6. kvarner

    Zugegeben, tief in meiner Seele bin ich Bergdeutscher ;-)

    Übrigens, ich hoffe das “noch” war nicht allzu betont :-)

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