Goldverkauf in Kroatien

In den kroatischen Innenstädten und Einkaufszentren sieht man immer mehr Schilder “Kaufen Gold”. Man kann hier seinen Schmuck hinbringen, abwiegen lassen und dafür ein paar Kuna kassieren. Aktuell bekommt man für ein Gramm hochwertigen Goldschmuck etwa 20 Euro.

Ein Zufall ist es nicht, denn seit sich die Turbulenzen an den Finanzmärkten häufen, wird Gold als sichere Anlage immer begehrter. Allerdings nur bei denjenigen, die es sich auch leisten können. Und seit Ausbruch der Krise 2008 steigt der Goldpreis unaufhörlich. Neben den Menschen, die Gold kaufen, um sich finanziell in Krisenzeiten abzusichern, verkaufen immer mehr Kroaten ihre Edelmetalle, um genau diese Krise zu überstehen. Denn die Arbeitslosigkeit und somit die Verschuldung der Haushalte erreicht jedes Jahr neue Rekorde. Über den Tresen wandert daher alles, was sich zu Geld machen lässt, von Dukaten bis zu Goldzähnen. Letztere sind besonders einträglich, werden sie doch aus 20-karätigem Gold gefertig!

Das meiste Gold bei dieser grossen “Wertumschichtung” stammt aus alten Familienbeständen. Ein Teil davon wandert auch ins Ausland. Neues Gold gibt es so gut wie keines. Goldschmiede und Juweliere sind über diesen neuen Wildwuchs verärgert, denn auch sie brauchen für ihre Produktionen das rare Gut von den Bürgern. Inzwischen herrscht Knappheit und Preiserhöhung auf dem hart umkämpften Markt. Die Einfuhr von Gold nach Kroatien bleibt aber trotzdem streng reglementiert und ist ein sehr kostspieliges Unterfangen: Die Luxussteuer von 30 Prozent bleibt hierbei zwar unverändert. Ebenso die Zollgebühr von 5 Prozent. Die neue Mehrwertsteuer von 25 Prozent macht die Einfuhr von Gold nun aber zu einer höchst unrentablen Anlageform. Beim Schmuggeln sollte man sich besser nicht erwischen lassen. Selbst der Staat hat keinerlei Goldreserven mehr, unter Anderem weil der Transport und die Lagerung angeblich zu kostspielig sind.

Anmerkung: Der Autor dieser Information hat ausdrücklich darum gebeten, dass diese anonym veröffentlicht wird.

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