Stapellauf bei Werft “3. maj” Rijeka

Heute ist bei der staatlichen Werft “3. maj” Rijeka ein Supertanker vom Stapel gelaufen, mit dem etwa 15.000 Tonnen Asphalt und einer Temperatur von bis zu 250°C befördert werden können. Er hat eine Länge von 128 Metern und eine Breite von 23 Metern. Von seiner Kapazität handelt es sich um einen der größten Tanker dieser Art auf der Welt.

Er ist der Erste von vier Tankern dieses Typs, der auf dieser Werft im Auftrag des Unternehmens Wisby Tankers aus Schweden gebaut worden ist. Jonas Engstrom, der Vertreter des Auftraggebers hat bei dieser Gelegenheit darauf hingewiesen, dass er an eine gute Zukunft der kroatischen Werften glaubt, die eine lange Tradition zu verzeichnen haben.

Es ist nicht bekannt, wie viel staatliche Subventionen mit dem heutigen Tag im Meer vor Rijeka versenkt wurden.

6 Kommentare zu “Stapellauf bei Werft “3. maj” Rijeka”

  1. istra

    Nein, diese Subventionen aus Zagreb wurden nicht im Kvarner Meer versenkt. Das Geld wurde vom Vertreter des Auftraggebers Jonas Engstrom nach Stockholm mitgenommen, weil er diese Millionen wegen der ruinösen Konkurrenz aus Fernost hier in Rijeka nicht bezahlen mußte.

    Wenn niemand die EU zwingt diesen Wahnsinn zu beenden (no na, wer schon?), dann wird sich die EU wirtschaftlich selbst richten.

    Qualifizierung, Spezialisierung, Erfindungsreichtum und Produktivitätssteigerung werden immer als Gegenstrategie genannt. Das gibt es aber längst Alles auch schon in Fernost.

    Die EU-Politiker werden erst aufwachen, wenn auch die EU-Autofabriken schließen müssen, weil sich die Leute nur noch ein indisches Auto mit Dieselmotor um EUR 4.000,- leisten können und, ach ja, das Elektroauto zum Polo-Preis aus China und Japan im Laden steht. Das nämlich wird dort schon seit Mitte 2011 gebaut!

  2. kvarner

    Gestern in den deutschen Nachrichten: “Neuwagen kosten in DE durchschnittlich knapp 30.000 EUR”.

    Bin ich der einzige der das wahnsinnig findet?

    Aber irgendwo muss die Kohle für die Puffreisen der Bonzen und geschmierten Gewerkschaftlern nach Brasilien ja herkommen :-)

    Die neue Automacht wird China heißen. Die Deutschen waren 2008 quasi kaputt und überleben jetzt nur durch den vorübergehenden Absatz an die paar Neureichen in den Schwellenländern die der bereits untergegangenen westl. “Alt-Kultur” (dicker Schlitten vor dickem Haus) nacheifern. Das ist ein Strohfeuer und nicht zukunftsfähig.

    Die eMobile werden alle aus China kommen, genau so wie heute schon jedes Handy und jeder Computer aus China kommt. Die Gehirnwäsche der deutschen Autobauer dass ein Auto aus DE kommen muss um wertig zu sein, funktioniert zwar noch (und davon lebt man noch), aber auch nicht mehr lange.

  3. Erwin

    Mit “kvarner” spricht wohl ein echter Kenner des Automobilgeschäftes…
    30T€ finde ich übrigens nicht so viel, für eine Investition die zw. 8- 10 Jahren Laufzeit angelegt ist (ein Porsche hätte dann noch fast 50% Wert).

    Folgendes kann man übrigens überall nachlesen:

    Absatzrekord folgt auf Absatzrekord. Auf konkrete Prognosen lassen sich die Konzernchefs vor allem wegen der Schuldenkrise in Europa auf der traditionsreichen Genfer Messe kaum festlegen. Immerhin, 2012 soll noch besser werden als das Vorjahr. Nur Opel sieht kein Licht am Ende des Tunnels.

    „Die ersten beiden Monate sind für uns gut gelaufen“, berichtete BMW-Chef Norbert Reithofer. Die Münchner wollen in diesem Jahr nach dem Rekordabsatz 2011 weiter zulegen. Das gilt auch für die Konkurrenten BMW und Audi sowie Porsche. Rückenwind kommt für die Hersteller vor allem von den Märkten in China und den USA. Für beide Länder erwartet der Verband der Automobilindustrie (VDA) 2012 jeweils ein Plus von acht Prozent auf mehr als 13 Millionen Fahrzeuge.

  4. kvarner

    Nach diesem Argument wäre ein PC oder ein Toaster für 15.000 EUR auch gut angelegt da er ja 5 Jahre benutzt wird.

    Es zählen die monatlichen Fixkosten, und bei einer Kiste die bereits in der Anschaffung 30.000 EUR kostet sind das bei 10 Jahren Nutzungsdauer nur durch die Anschaffung schon 250 EUR. Tatsächlich aber eher das Doppelte, also 500 EUR pro Monat. Muss halt jeder selbst wissen wieviele Monate pro Jahr er nur für die Finanzierung seines Autos arbeiten will. Oder wieviele Jahre seines Lebens.

    Hängt wohl davon ab ob man das Ding als Statussymbol zum Protzen anschafft, oder als rollende Unterlage um von Punkt A nach B zu kommen.

  5. istra

    @Erwin
    Es gibt viele Warnsignale in der staatlichen EU, der EU-Wirtschaft, der Politik und in dem Bevölkerungen, die nicht übersehen werden sollten. Da sind EU-Staatsüberschuldung, EU-Staatsausgabenprotz, EU-Verarmung, EU-Schwund im Mittelstand, EU-Inlandskaufkraftschwund, globale Geldschwemme in der Irrealwirtschaft, EU-Rohstoffarmut, generelle Begrenzung der Produktivitätssteigerung, ständiges Outsorcing, Produktionsverlagerung nach Übersee und Fernost. In Deutschland sinken die Arbeitsstunden und das Volkseinkommen bei Anstieg der Miniarbeitsplätze, was den beginnenden Abstieg markiert, während China, Indien und Brasilien jährliche Wachstumsraten um die 10% und mehr aufweisen.

    Auch die deutsche Autoproduktion für komplette Autos verlagert sich zunehmend ins Ausland in die Wachstumsmärkte. Der Anteil der in Deutschland produzierten Autoteile für ein in Deutschland vom Band rollendemdem Auto beträgt gerade nochmal 15%.

    Wie die Hersteller der weißen Ware (Linde, AEG, Bauknecht etc.) wird die Autoindustrie auswandern. Die Kameraindustrie könnte in D nicht mal mehr eine Kamera bauen, so weit weg ist man von D. Die Unterhaltungselektronik ist fort. Die Telefon-und Computerhersteller sind weg. Die Solarherstellung ist fast tot. Überall in der EU baut man fast nur noch Nischenprodukte und Blaupausen, die aber auch der weggelaufenen Produktion nachwandern werden.

    Der Lebensstandard wird rapide fallen und ein Auto um EUR 30.000.- kaufe
    nur noch Firmen, falls die Steuerbegünstigung aufrechterhalten werden wird. was ich bezweifle. Heute werden Firmenautos vom Steuerzahler qua Abschreibung mitfinanziert, und ein Angestellter oder Boss mit Firmenauto schwelgt im Autoluxus. Etwa 80% der Premiumfahrzeuge werden von Firmen und Behörden bestellt. Bei den Luxusfahrzeugen sind es fast 100%!

    Die Öffentlichkeit hat ein völlig schiefes Bild von der Realität im “reichen” Deutschland und insofern ist es sehr wohl obszön, wenn ein Mittelklasseauto mit ein paar Extras EUR 30.000,- kostet, in dem der Kabelbaum von Fellachen aus Ägypten gestrickt wurde und die Scheinwerfer aus Tunis kommen, und das Groß der Teile (85%) aus anderen Entwicklungsländern.

    Spätesten mit dem Aufkommen der Elektrautos verliert Europa das Autogeschäft, da die Entwicklung verschlafen wurde, Deutsche Autohersteller auf Entwicklungssubventionen warten, und die Rohstoffe fehlen.

    Ich schrieb oben im Kommentar und das gilt für HEUTE:
    Die EU-Politiker werden erst aufwachen, wenn auch die EU-Autofabriken schließen müssen, weil sich die Leute nur noch ein indisches Auto mit Dieselmotor um EUR 4.000,- leisten können und, ach ja, das Elektroauto zum Polo-Preis aus China und Japan im Laden steht. Das nämlich wird dort schon seit Mitte 2011 gebaut!

    Für die Zukunft gilt das noch stärker. Dann werden die Politiker noch heftigere Märchen auftischen, um ihr Versagen zu kaschieren, und die Leute werden wieder alles glauben (müssen).

    Dann können sich ja 4 Familien hier EIN chinesisches Elektroauto (was anderes ist nicht mehr möglich) teilen müssen, die Söhne nach China zum Studium reisen und Inder EU-Diener beschäftigen. Die Emirate in Nahost haben schon heute viele EU-Diener unter Vertrag und nur mein Programm kommt noch aus Indien. Noch.

  6. Erwin

    Na ich weiß nicht ob ihr das nicht ein wenig zu kritisch seht.

    Das Wachstumsmärkte nicht mehr so sehr in Europa gegeben sind, liegt einfach an der enormen Anzahl von potentiellen Kunden in Asien/China. Dazu kommt, das in Europa schon jede Familie – mindestens – ein Fz besitzt. In China gibt es noch 900 Mio Einwohner (Landbevölkerung) die auf einem Standard weit, weit unter (z.B.) dem Standart in Kroatien leben! Ähnliches gilt für ander von ihnen aufgeführte Länder. Die USA allein haben auch knapp die Hälfte der europäischen Gesamtbevölkerung im Land und sind deshalb auch ein größerer Markt. Die Verlagerung der Produktion (Montage) in die Absatzländer macht ja nun wirklich aus vielen Gründen Sinn – sogar aus ökologischen (die aber bei der Entscheidungsfindung keine wirkliche Rolle spielen).

    Die eigentliche Wertschöpfung eines Kfz liegt m.E. nicht in der montage – das kann bei sicheren Produktionsoprozessen jeder Idiot (bzw Roboter). Die Wertschöpfung liegt in der Entwickung sowie in der Prozessbeschreibung der Produktion. Persönlich denke ich nicht das sich Deutschland da sorgen machen muss….

    Der 4000,-€ Tatra hat übrigens kläglich versagt – sogar im eignen Land! Er wird nicht gekauft.
    Ob 30.000,-€ viel oder wenig ist ist nun wirklich sehr subjetiv. Die Werthaltigkeit zw High-End-Fz und Pc´s unterscheidet sich aber schon deutlich, daher ist das Argument nicht ganz ernst zu nehmen.
    Ich denke das für viele ein Auto auch Hobby oder Lebensqualität/Spaß darstellt. Es braucht auch keiner ein Boot (außer Fischer) und doch kaufen sich viele Leute eines um in Kroatien damit (sinnlos :-) ) zur Entspannung rumzufahren.

    PS:
    Da ich selber so einen “obzönen” Dienstwagen fahre, möchte ich der Sachlichkeit halber noch folgendes anmerken. Ein Dienstwagen ist mit Sicherheit kein Steuergeschenk ! Die Versteuerung des geldwerten Vorteils kostet mich persönlich mehr als die private Finanzierung des Fz´s kosten würde (ja, bitte glauben) ! Der eigentliche Vorteil liegt in den für mich nicht vorhandenen Betriebskosten sowie in dem nicht vorhandenen Risiko bzgl. Schäden.
    Anzumerken ist auch noch, dass ich als Firma ggf möchte das meine Mitarbeiter das Unternehmen repräsentieren (darum sind Dienstwagen i.d.R. auch in Typ und Art vorgeschrieben) und eben nicht möchte das einer beim Kunden im 10 Jahre alten Tatra oder sonstwas vorfährt….

    Ich gebe zu – das ist alles sehr, sehr subjektiv (und sicher auch etwas mit Neid behaftet).

Einen Kommentar schreiben: