Gedenkveranstaltung in Bleiburg/ Österreich

In Kroatien gehört es zu den Gepflogenheiten an bestimmten Tagen Veranstaltungen durchzuführen bei denen derer gedacht wird, die gestorben sind oder durch besondere Ereignisse umgebracht wurden.

Nach Beendigung des 2. Weltkrieges, aus dem in Jugoslawien mit Hilfe allierter Truppenverbände zu Wasser und in der Luft, die Volksbefreiungsarmee, auch Partisanen oder Antifaschisten genannt, als Sieger hervorgegangen sind, ist es durch sie zu Massenerschiessungen an flüchtenden vorherigen Gegnern gekommen, deren genaue Anzahl bis heute nicht bekannt und erforscht wurde.

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Anläßlich dieser Opfer wird in dem österreichischem Städtchen Bleiburg im Bezirk Völkermarkt, alljährlich eine Gedenkveranstaltung durchgeführt, zu der Teilnehmer aus Kroatien und anderen europäischen Ländern anreisen. Dabei sind in vorherigen Jahren faschistische Symbole gezeigt worden, von denen man sich gewünscht hätte, sie wären nicht vorgeführt worden. Nach internationalem Protest achten die Behörden in Österreich streng darauf, dass es nicht mehr zu solchen Demonstrationen kommt.

Die Gedenkveranstaltung in Bleiburg standen bis jetzt unter der Schirmherrschaft des kroatischen Parlaments und sind finanziell von ihm unterstützt worden. In diesem Frühjahr sind Forderungen antifaschistischer Verbände laut geworden, dass diese und die Unterstützung ersatzlos gestrichen wird.

Heute hat das Parlamentspräsidium unter Leitung von Boris Šprem (SDP) entschieden, dass diese Schirmherrschaft abgeschaft und der Zuschuss  für die Organisation der Veranstaltung nur noch in diesem Jahr gezahlt wird.

Die diesjährige Gedenkveranstaltung findet am 15.5.2012 in Bleiburg statt.

Ein Kommentar zu “Gedenkveranstaltung in Bleiburg/ Österreich”

  1. MaliDalmatinac

    Warum sollten Gedenkveranstaltungen nur für faschistische Opfer stattfinden? Hier wurde ebenso großes Unrecht verübt.Auch das muss geahndet werden, sonst ist man nämlich keinen Deut besser als die Gegenseite.Ausserdem hat man, trotz über 40-jähriges Verschweigens bzw.Leugnens, nicht vergessen, was passiert ist. Hier wurden viele Familienangehörige verloren, denen man gedenken möchte.Wo ist das Problem?
    Zum Glück kommen auch solche Greueltaten immer mehr ans Licht.
    ZurAufarbeitung gehört die ganze Wahrheit und da ist wohl noch so einiges im Dunkeln. Da werden bestimmt noch so einige “Saubermänner” blöd da stehen und im Nachhinein ihren guten bzw.Heldenstatus verlieren. Das das einige lieber verhindern möchten ist aus deren Sicht verständlich, aber sehr verwerflich.Jetzt herscht Demokratie und da muss man auch über jahrelange Verfehlungen der Kommunisten berichten(dürfen).

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