Internationaler Welttag der Roma

Am 8.4.1971 ist in London der internationale Welttag der Roma ausgerufen worden und er wird auch in diesem Jahr wieder weltweit begangen.

An diesem Tag wollen die Roma auf die teilweise „beunruhigende und trostlose“ Situation der ethnischen Minderheiten der Sinti und Roma aufmerksam machen und neue Denkanstöße zur Integration „im Respekt vor der kulturellen Vielfalt“ geben. In Europa leben zehn bis zwölf Millionen Roma und Sinti. Damit sind sie die größte europäische Minderheit ohne eigenes Staatsgebiet.

Sie leben hauptsächlich in sechs Staaten der Europäischen-Union und nach amtlichen Erhebungen haben nur 42 % ihrer Kinder einen Schulabschluss, was letztendlich dazu führt, dass bei ihnen eine über dem Durchschnitt liegende Zahl von Arbeitslosen registriert wird. Durch ihren eigenen Lebensstil tragen sie nicht immer dazu bei, eine Akzeptanz unter der Allgemeinbevölkerung zu finden, was in der Vergangenheit z.B. in Frankreich, Ungarn und Slowenien zu erheblichen Konflikten geführt hat.

In Kroatien gehören etwa 6.500 Personen der nationalen Minderheit der Roma an, die gemeinsam mit anderen kleineren Minderheiten, einen eigenen Abgeordneten ins Parlament gewählt haben und entsenden konnten. Es handelt sich um den früheren Karatetrainer Veljko Kajtazi, der bis jetzt kaum öffentlich in Erscheinung getreten ist.

In diesem Zusammenhang ein Hinweis: Kroatiens Innenminister Ranko Ostojić (SDP) ist vor wenigen Wochen heftig kritisiert worden, nur weil er darauf hingewiesen hat, dass Angehörige der Roma im Gebiet der Region von Medjugorje, im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung, häufiger in polizeiliche Ermittlungen verwickelt sind. Dafür ist er verschiedentlich als Rassist bezeichnet worden.

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