Regionale Umweltkonferenz auf Insel Krk

Die verantwortlichen Politiker der Insel Krk haben bereits vor einigen Jahren erkannt, dass der Schutz der Umwelt zu den wichtigsten Aufgaben der heutigen Zeit gehört. Dabei geht es nicht nur um die eigenen Bewohner, sondern auch um die Touristen die eine wichtige Einnahmequelle darstellen.

Die Müllentsorgung ist vor einigen Jahren durch das kommunale Unternehmen Ponikve d.o.o. übernommen worden und wird nach kroatischem Standard vorbildlich organisiert.

Vor einiger Zeit hat man erkannt, dass nicht nur die Müllentsorgung ein wichtiges Problem darstellt. Es geht auch darum dafür zu sorgen, dass möglichst viel für die Vermeidung von Treibhausgasen unternommen wird.

Bei der Lösung dieser Probleme ist man im Gegensatz zu früheren Zeiten zu der Erkenntnis gelangt, dass man diese leichter lösen kann, wenn man auf die Erfahrungen und die angebotenen Hilfen aus dem Ausland zurückgreift.

Am 9.3.2012 hat sich Margit Conrad (SDP), die Staatsministerin des Landes Rheinland-Pfalz, mit ihrer Delegation, zu der auch Mitarbeiter des Instituts für angewandtes Stoffstrommanagement (IFAS) aus Birkenfeld gehörten, auf der Insel Krk aufgehalten und sich in Malinska mit Vertretern der kommunalen Gebietskörperschaften der Insel zu einem Arbeitsgespräch getroffen, bei dem erläutert wurde wie man in Deutschland versucht, die Entstehung von Treibhausgasen zu vermeiden. Mehr dazu hier.

Dieser Besuch scheint auf fruchtbaren Boden gefallen zu sein. Am 11. und 12.4.2012 findet in Dobrinj eine regionale Umweltkonferenz unter dem Titel “Energetski neovisan Otok Krk -energetische Unabhängigkeit der Insel Krk” statt. Dazu hat das kommunale Unternehmen Ponikve d.o.o., im Auftrag aller sieben lokalen Gebietskörperschaften eingeladen. Dabei soll darüber diskutiert werden, wie eine interdisziplinäre Strategie für die Vermeidung von Treibhausgasen auf der Insel Krk entwickelt werden kann.

Teilnehmer sind Bernard Cvelić, von der Gemeinde Malinska, Čedomir Miler von der Stadt Krk, Mirjana Polonijo, von der Gemeinde Vrbnik, Daniel Strčić, von der Gemeinde Punat, Toni Juranić und Hajrudin Mulaosmanović, von der Gemeinde Baška, Dinko Justinić, von der Gemeinde Omišalj, Tea Orlić-Mihajić, von der Gemeinde Dobrinj, Dejan Kosić und Zdenko Kirinčić, von dem Unternehmen Ponikve d.o.o., Sanja Sišul Jurković, von dem Unternehmen IGR d.o.o., Zagreb, Philipp Rosenthal, von dem Unternehmen IGR AG, aus Rockenhausen und Dr. Michel Knaus, vom Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IFAS) aus Birkenfeld.

Wie man sehen kann, handelt es sich bei den Teilnehmern dieser Konferenz um Personen, die bis jetzt nicht nur politisch/theoretisch, sondern auch praktisch bei der Bewältigung von Umweltfragen aktiv waren. Es bleibt zu hoffen, dass sie durch die Experten aus Deutschland von neuen Strategien bei der Bewältigung von Umweltproblemen überzeugt werden können.

In diesem Zusammenhang noch ein Hinweis: Wie die Zeitschrift “Fanot” in ihrer neuesten Ausgabe schreibt, ist die erste Phase für den Bau einer Abwasserkanalisation in der Ortschaft Dobrinj abgeschlossen worden. Vor Einleitung in einen Bach, der in die Bucht von Soline fließt, wird es ab sofort durch eine Biokläranlage gereinigt.  In diesem Zusammenhang hat Neven Komadina, der Bürgermeister von Dobrinj darauf hingewiesen, dass der Bau einer schon länger geplanten Kanalisation in der Bucht von Soline in Angriff genommen werden soll, wenn es die finanzielle Situation der Gemeinde erlaubt. Bis zu diesem Zeitpunkt werden die Jauchegruben von dem Unternehmen Ponikve d.o.o., zu einem Preis von 600 Kuna pro Tankwagen entleert. Er kann unter der Telefonnummer 654-666   angefordert werden.

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