Symposium in Zagreb und Rijeka

Gestern Abend ist eine Delegation aus Rheinland Pfalz in Kroatiens Landeshauptstadt Zagreb eingetroffen, um an einem heute beginnenden Symposium  teilzunehmen. Veranstalter sind das Mittel- und Osteuropazentrum Rheinland Pfalz GmbH, in Zusammenarbeit mit der Industrie- und Handelskammer Rheinhessen, der Koordinierungsstelle Wirtschaftskooperation Rheinland-Pfalz – Südosteuropa und die Kontaktstelle für die rheinland-pfälzische Wirtschaft in Kroatien. Die Abwicklung wird durch die Deutsche Botschaft und besoners durch die DKIHK Zagreb unterstützt.

Für Unternehmer aus Rheinland Pfalz besteht damit die Möglichkeit mit Unternehmen und politischen Entscheidungsträgern in Kontakt treten zu können, denn “Kroatien muss im Zuge des EU-Beitritts den Anteil seiner Energieproduktion aus erneuerbaren Quellen bis 2020 stark ausbauen. Bereits 2007 hat Kroatien daher Einspeisetarife eingeführt, um privaten Investoren Anreize zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien zu geben. Aufgrund der Klimaverhältnisse hat das Land insbesondere an der Küste große Energiepotenziale in der Wind- und Sonnenenergie. Andererseits bietet die Landwirtschaft und die großen Holzvorkommen weiteres Entwicklungspotenzial bei der Energiegewinnung durch Biomasse. Ebenfalls als Folge der jahrelangen Vernachlässigung des Themas Energieeffizienz weist Kroatien heute eine hohe Energieintensität auf, die etwa 20% über dem EU-15-Durchschnitt liegt. Die hohe Energieintensität ist nicht nur aufgrund der hohen Energiekosten eine direkte Hürde für die nationale Wirtschaft, sondern stellt auch unter dem Aspekt des Umweltschutzes gerade für das Tourismusland Kroatien ein großes Problem dar. Vor diesem Hintergrund besteht in Kroatien nicht nur großes Interesse an Ausrüstung und Know-how in den Bereichen er neuerbare Energien und Energieeffizienz, auch der Bedarf steigt spürbar. Damit entwickelt sich ein interessanter und aussichtsreicher Markt mit zahlreichen Kooperations- und Lieferchancen, auf dem deutsche Unternehmen und deutsche Produkte hohes Ansehen genießen.”

Die Veranstaltung beginnt heute Vormittag mit einem Arbeitsfrühstück und dem Briefing der Delegation durch die DKIHK und die Deutsche Botschaft, Zagreb. Es schließen sich mehrere Workshops an. Ihre Themen lauten: “Energieeffizienz und Erneuerbare Energien – Lage und Ausblick“, “Potentiale der erneuerbaren Energien in Kroatien“ unter der Leitung von Branka Jelavić, vom Energieinstitut Hrvoje Požar. Es folgen Vorträge von Marija Šćulac-Domac, vom Fond für Umweltschutz und Energieeffizienz über die “Staatlichen Maßnahmen und Förderprogramme zum Ausbau der regenerativen Energien und von Dipl.-Ing. Christian Synwoldt vom Inginieurbüro Synwoldt über die “Innovative Technologien für die Energieversorgung der Zukunft“. Daran anschließend wird Andreas Hahn,von dem Unternehmen Schott Solar AG sein Unternehmen präsentieren.

Für den Nachmittag ist eine Kooperationsbörse vorgesehen, bei der die Möglichkeit besteht Einzelgespräche und Kontakte zu pflegen und die angesprochenen Themen zu vertiefen. Ab 19:00 Uhr wird ein Empfang durchgeführt, zu dem weitere Repräsentanten Kroatiens eingeladen worden sind.

Am folgenden Tag, also morgen dem 17.4.2012, folgt ein Transfer in die Hafenstadt Rijeka um das Symposium mit einem weiteren Workshops fortzusetzen. Themen sind “Energieeffizienz und Erneuerbare Energien – Potentiale im Küstengebiet“ und “Energien an Küste Kroatiens“. Es folgt eine weitere Firmenpräsentation und am Nachmittag wird eine erneute Kooperationsbörse durchgeführt. Daran anschließend nehmen die Teilnehmer an der Besichtigung eines Referenzobjektes in Rijeka teil.  Der Tag wird mit einem gemeinsamen Abendessen abgeschlossen.

Am 18.4.2012 erfolgt die Rückreise nach Zagreb und vor dem Rückflug nach Frankfurt/a.M. besteht auch dort die Möglichkeit ein Referenzobjekt zu besichtigen.

Von kroatischer Seite wird die Durchführung dieses Symposiums sehr begrüsst denn man ist der Meinung, dass man bei der derzeitigen wirtschaftlichen Lage Europas von niemanden etwas besser lernen kann als von den Deutschen. Es wird außerdem als sehr sympathisch empfunden, dass ein Teil der Veranstaltung in Rijeka und nicht wie sonst üblich nur in Zagreb stattfindet. In Rijeka befindet sich nämlich ein Wirtschaftspotential, welches ebenso hoch zu bewerten ist, wie das in der Landeshauptstadt Zagreb.

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