Wird Rauchverbot in Kroatien gelockert?

Nach den Gesetzen der Republik Kroatien ist das Rauchen innerhalb von Gaststätten und Lokalen eingeschränkt und der größte Teil aller Gastwirte achtet darauf, dass diese Vorschrift von den Gästen auch eingehalten wird. Bei einem Verstoß drohen ihnen nämlich harte Strafen durch die zuständige Aufsichtsbehörde.

Vertreter der Gastwirtverbände waren mit den gesetzlichen Vorschriften von Anfang an nicht einverstanden und haben eine Änderung gefordert.

Kroatiens neuer Gesundheitsminister und Rajko Ostojić (SDP), früher Spezialist für Gastroenterologie und Hepatologie an der Universität von Zagreb, hat jetzt erklärt, dass es für ihn keinen Grund für eine Liberalisierung dieses Gesetzes gäbe. Demgegenüber meinte sein Kollege Veljko Ostojić (IDS), der neue Touristmusminister und frühere Manager bei dem Valamar Konzern, dass die gesetzlichen Vorschriften von Österreich ein Modell für eine Kompromisslösung sein könnten.

Es bleibt nun abzuwarten, wer sich in der Regierung mit seiner Meinung durchsetzen kann. Ist es der Mediziner oder der Touristikmanager?

8 Kommentare zu “Wird Rauchverbot in Kroatien gelockert?”

  1. Sailor Jo

    Die Regierung würde recht dümmlich handeln sollte sie das Rauchverbot lockern. Es sei denn sie verfolgt das Prinzip; Nur ein toter Ruheständler ist ein guter Ruheständler.

    Zitat Auszug:
    Das Rauchverbot in Kneipen und öffentlichen Gebäuden hat zwei Studien zufolge zu einem unerwartet deutlichen Rückgang von Herzinfarkten geführt. In Europa und Nordamerika ging die Zahl der Infarkte um bis zu ein Drittel zurück.

    Den ganzen Bericht kann der interessierte hier lesen
    > http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2009-09/rauchverbot-herzinfarkt-studien

  2. Erwin

    Ich möchte mal wissen auf welcher wissenschaftlichen Basis diese blödsinninge Behauptung aufbaut. Nach 1,5 Jahren ein valides Ergebnis/Studie zu haben ist unmöglich.
    Es wäre schön wenn jeder selber Entscheiden kann, ich denke nicht das irgendein Politiker für erwachsene Menschen entscheiden soll ob sie rauchen, trinken, esssen oder sonstwas tun!

    PS
    Ich bin Nichtraucher!

  3. Sailor Jo

    @ Erwin
    am 10. April 2012 um 09:13 Uhr.

    Ich möchte mal wissen auf welcher wissenschaftlichen Basis diese blödsinninge Behauptung aufbaut.
    —————————————————————————-
    Erwin, lesen! Und zwar selber lesen.

    Wenn du den Artikel in der Zeitung “Zeit Online” gelesen hättest, wären dir die beiden dort aufgeführten Links zu den Studien sicher aufgefallen. Nur die hast du anscheinend, na ja mal großzügig betrachtet, übersehen.

    Trotzdem darfst du weiterhin selber entscheiden wie du dich umbringen willst, nur du sollst andere, unbeteiligte, nicht mitnehmen.

  4. kvarner

    Und die Angestellten die den ganzen Tag gezwungenermaßen den Qualm inhalieren? Die können dann entscheiden zwischen Arbeit+Krebs oder Arbeitslosigkeit+Gesundheit? So einfach ist das eben nicht mit “jeder selbst entscheiden” und daher muss der Gesetzgeber handeln.

    Zuhause soll jeder selbst entscheiden ob er Gäste und Kinder vollqualmt, wobei letzteres auch rechtlich grenzwertig ist (Recht auf körp. Unversehrheit, Schutz von Kindern etc.). Da wo Angestellte sind, hat Rauch nichts zu suchen.

  5. Erwin

    @Sailor

    Mein Punkt ist, dass die Untersuchungszeit gar nicht ausreicht um einen wissenschaftlichen Bezug zu einem Rauchverbot herzustellen ! Jede Studie zur gesundheitlichen Auswirkung von irgendwelchen Sachverhalten dauert mind. 5 Jahre, i.d.R. sogar 10 Jahre.

    @kvarner
    ja ok, aber das müßte dann für alle gefährlichen Tätigkeiten gelten (Schwermetallindustrie, Chemische Industrie, etc), ggf sogar für die Imbissbude wo man den ganzen Tag irgendwelche Fettdämpfe einatmet. Nur auf´s Rauchen abzustellen finde ich perönlich bevormundend.

  6. kvarner

    Es gibt doch an jedem Arbeitsplatz (in der zivilisierten Welt) Arbeitsschutzregeln (Berufsgenossenschaft etc.). Wenn die nicht eingehalten werden, drohen saftige Strafen. Da wo z.B. geklebt, gelötet usw. wird, sind immer Luftabsauganlagen installiert. Selbst in der Imbiss-/Dönerbude sind Dunstabzugshauben vorgeschrieben. Die Arbeit muss eben so sicher es geht durchgeführt werden denn wer will schon für Berufskrankheiten blechen.

    Völlig sinnlos erzeugter karzinogener Rauch hingegen zuzulassen wäre somit doch sicher schwer vermittelbar. Mit dem Argument, Raucher sterben früher und entlasten somit die Rentenkasse, ist es ja auch nicht getan. Die meisten fallen nämlich nicht sofort tot um, sondern wollen wenn der Sensenmann an der Tür klopft dann doch weiter leben (och, hab’s mir anders überlegt) und erzeugen teure Behandlungskosten in der KK.

    Welchen Nutzen hat der krebserregende Rauch dann? Für die Gesellschaft? Keinen. Im Gegenteil. Für den Raucher? Persönliche Befriedigung, ja. Okay. Aber bitte daheim und alleine oder unter gleichen. Und bitte auch keine Haustiere damit umbringen. Die nehmen die Giftstoffe über das Fell ins Blut. Keiner frägt sich wieso z.B. soviele Katzen Tumore bekommen und das zeitliche segnen. Das Geheule ist dann aber groß.

    Mir erzählte einer mal folgendes: Wenn er irgendwo in der Öffentlichkeit vollgequalmt wird, dann schießt er zurück (er habe extreme Blähungen). Das wäre auch eine Art der Geruchsbelästigung, sagte er. Aber verglichen mit dem Rauch der Qualmer sei sein “Gas” richtig gesund. Indem er damit die verrauchte Luft verdränge, tue er den Rauchern sogar einen Gefallen da er praktisch die Luft reinige.

    Vermutlich hat er Recht. Rauchen ist nichts anderes als Dauerblähungen, nur eben mit der Option auf Krebs und “cool” ohne Ende sowieso.

    Ich denke ein gesunder Menschenverstand kann auf beides verzichten, d.h. auf Gestank aus dem “Maul” und aus dem “Ar…” :-)

  7. Mrvica

    Nichtraucher sterben auch,nur gesünder ,oder?

  8. Soline

    Aus besonderen Gründen lasse ich die Diskussion über dieses Thema ausnahmsweise in diesem Blog zu.

    Eigentlich ist es eher für einschlägige Forum geeignet.

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