Aufräumaktion im Kornati-Nationalpark

In der Gespanschaft Šibenik-Knin befindet sich der Kornati-Nationalpark, auch Nationalpark Kornaten genannt. Er umfasst einen Teil der Inselgruppe der Kornaten eines Archipels in der kroatischen Adria. Die Kornaten stellen die dichteste Inselgruppe im Mittelmeer dar und wurden 1980 als Nationalpark unter strikten Naturschutz gestellt. Die Gesamtfläche dieses Nationalparks beträgt 220 km². Der Nationalpark besteht aus 89 Inseln, Inselchen und Felsen, die zum Teil bewohnt und unbewohnt sind.Die Vegetation ist größtenteils spärlich. Sie bestehen aus Kalkstein, sind entweder wenig bewachsen (Macchia) oder kahl. Es gibt weder Wasserläufe noch Quellen. Die Nationalparkverwaltung befindet sich in der Ortschaft Murter auf der gleichnamigen Insel unweit des Archipels. (Quelle: Wikepedia, mehr dazu hier)

Obwohl unter striktem Naturschutz stehend, sind in diesem Nationalpark in den letzten Jahrzehnten 806 touristische Objekte, in Form von Ferienhäusern und Gaststätten errichtet worden, bei denen von der jetzigen Regierung erst jetzt durch Luftaufnahmen festgestellt wurde, dass 350 von ihnen illegal gebaut wurden und eigentlich abgerissen werden müssen. Nach Auskunft des zuständigen Ministeriums sind in jeder der Buchten, die baulich dazu geeignet waren, solche Objekte mit illegalen Anlegeplätzen entstanden.

Nach einer Mitteilung aus dem gleichen Ministerium wird jetzt für die 350 illegal gebauten Immobilien eine sofortige Abrissverfügung in den Fällen erlassen, in denen nach den gesetzlichen Vorschriften keine nachträgliche Legalisierung erfolgen kann.

Nach dem Grundsatz, dass die Preise von Angebot und Nachfrage bestimmt werden ist bei Abriss dieser Objekte damit zu rechnen, dass die Preise für touristische Dienstleistungen steigen werden.

Im vorliegenden Fall muss sich jeder normal denkende Mensch fragen, wie es trotz einer bestehenden Naturschutzverwaltung, mit den dazu gehörenden Aufsichtsbeamten (Rangern) und ihrem Leiter Neven Baus an der Spitze möglich war, dass diese illegalen Gebäude entstehen konnten. Weiterhin muss auch die Frage geklärt werden, warum die zuständige Bauaufsichtsbehörde der Gespanschaft, nichts dagegen unternommen hat.

In diesem Zusammenhang liegt die Vermutung nahe, dass dieses Gebiet nur zum Naturschutzgebiet erklärt worden ist, um von Bootsfahrern, die es besuchen wollen, zusätzlich Gebühren kassieren zu können.

Ein Kommentar zu “Aufräumaktion im Kornati-Nationalpark”

  1. PINTA

    entschuldigung, das ich mir das lachen verkneife!!;o)
    NUR in den kornaten????
    eure ganze küste ist doch schon zubetoniert! auch großteils illegal!
    und NIEMAND hat sich darum gekümmert!
    im gegenteil : jetzt wo der EU-beitritt nahe rückt wird noch zubetoniert was noch frei ist, mit der hoffnung beim eintritt in die EU wird dann schon alles legalisiert werden!!
    mit bedauern muß ich feststellen: die kroatische küste gleicht einem gemeindebau in wien (karl max hof! der längste bau!) ihr habt eure zukunft zubetoniert!

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