Demonstrationen in Serbien

Am 6.5.2012 hat in der Republik Serbien gleichzeitig eine vorgezogene Präsidentschafts- und Parlamentswahl stattgefunden.

Nach den amtlichen Auszählungen konnte der bisherige Präsident Boris Tadić, Chef der Demokratischen Partei, nur 10.000 Stimmen mehr, als sein Gegenkandidat, der Chef der oppositionellen Progressiven Partei Serbiens, Tomislav Nikolić erreichen.

Aus diesem Grund ist es nach der Verfassung notwending, dass am 20.5.2012 eine Stichwahl stattfindet.

Bei den Parlamentswahl gewann die von Tomislav Nikolić geleitete Koalition 73 der 250 Abgeordnetenmandate. Die von Boris Tadič geleiteten Koalition brachte es auf 67 Mandate. Daraufhin vereinbarte er eine politische Kooperation mit den Sozialisten, die 44 Mandate erzielen konnte. Dadurch ist die Partei von Tomislav Nikoliić von der Regierungsbildung ausgeschaltet worden.

Gestern haben in mehreren Städten Serbiens Proteste von Anhängern der Oppositionsparteien wegen eines angeblichen Wahlbetrugs bei den Wahlen vom vergangenen Sonntag stattgefunden, die im Laufe der kommenden Woche verstärkt fortgesetzt werden sollen.

Diese beiden Wahlen sind für die Zukunft der Republik Serbien außergewöhnlich wichtig und es ist erstaunlich, dass ihr Ergebnis in der europäischen Medienlandschaft nur eine geringe Beachtung gefunden hat.

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