Die Meinung des serbischen Staatspräsidenten

Am Sonntag, dem 20.5.2012 ist Tomislav Nikolić zum neuen Staatspräsidenten der Republik Serbien gewählt worden. Wenige Tage vor seiner Wahl hat er der “FAZ” ein Interview gegeben in dem er den Eindruck erwecken wollte, er habe sich zum Europäer gewandelt und er strebe gute Beziehungen zu seinem Nachbarland Kroatien an.

Die FAZ schreibt aber zu Recht: “Wir haben ihn reden lassen. Denn niemand desavouiert Nikolić besser als Nikolić”

Zum Thema Vukovar wurde er darauf hingewiesen, dass heute mehr Serben in der Stadt leben als vor zehn Jahren. Er begründete dies damit, dass Vukovar eine serbische Stadt war und dorthin haben Kroaten nicht zurückzukehren.

Diese Aussage beweist, dass er ein “Wolf im Schafspelz ist”, der seine Politik im Grunde nicht geändert hat.

Typisch für ihn ist die Tatsache, dass er diese Aussage im nachhinein bestreitet. Die FAZ hat inzwischen mitgeteilt, dass dieses Interview vor Veröffentlichung autorisiert wurde und auch ein entsprechendes Videomaterial darüber vorliegt.

In Kroatien ist dieses Interview mit Aufmerksamkeit zur Kenntnis genommen worden. Staatspräsident Ivo Josipović reagierte verhältnismässig gelassen und meinte: “Wenn die Aussage von Herrn Nikolić eine Rückkehr zu manchen Ideen aus den 90-er Jahren bedeutet, dann kann ich glaube ich, im Namen von uns allen in Kroatien sagen, dass diese Ideen nicht in Erfüllung gehen werden.“

Mehr dazu hier.

Edit: 29.5.2012, 14:30 Uhr

Hier ein weiterer Bericht dazu.

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