Dr. Ognjen Šimić in Sarajevo gestorben

Am Mittwoch, dem 9.5.2012 ist in einem Gefängnis von Sarajevo der 55- jährige Kardiochirurg Dr. Ognjen Šimić an einem Herzleiden verstorben. Er hatte einige Zeit in deutschen Kliniken gearbeitet und war als leitender Arzt der Herzchirurgie sehr erfolgreich an die Universitätsklinik KBC Rijeka zurückgekehrt.

Das Bezirksgericht von Rijeka hat 2008 festgestellt, dass er in 18 Fällen Bestechungsgelder in erheblicher Höhe angenommen hat, damit Patienten außerhalb der Warteliste operiert werden. Aus diesem Grund ist er zu einer Gefängnisstrafe von 10 Jahren verurteilt worden. Diese Strafe hat er nicht angetreten, weil er am Tag der Urteilsverkündung nach Bosnien-Herzegowina geflohen ist, wo er zunächst einmal in Sarajevo unbeanstandet leben konnte. Auf seinen Antrag hat das oberste kroatische Gericht die Gefängnisstrafe auf 5 Jahre verringert.

Aufgrund eines Abkommens zwischen der Republik Kroatien und der Republik Bosnien-Herzegowina können sich kroatische Staatsbürger, welche die doppelte Staatsbürgerschaft besitzen und nach Bosnien-Herzegowina geflüchtet sind aussuchen, in welchem Land sie ihre Haftstrafe absitzen wollen. Dr. Šimić hat sich für die Haftanstalt in Sarajevo entschieden, obwohl ihm schon länger bekannt war, dass er selbst an einer Herzkrankheit leidet, die vorher schon in Kroatien behandelt wurde.

Nach einer Haftzeit von 11 Monaten haben die Ärzte im Gefängnis von Sarajevo am Mittwoch festgestellt, dass er an einem Herzleiden verstorben ist, welches er selbst früher erfolgreich operiert hat.

Einen Kommentar schreiben: