Sanader zu 10 Jahren Haft verurteilt

Der ehemalische Premierminister von Kroatien Ivo Sanader ist heute von einem Gericht in Zagreb wegen der gegen ihn erhobenen Kurruptionsvorwürfe, er habe mehr als zehn Millionen Euro Schmiergeld vom ungarischen Energiekonzern MOL und der österreichischen Bank Hypo Group Alpe Adria erhalten, zu einer Freiheitsstrafe von 10 Jahren sowie der Zahlung von 3.6 Millionen Kuna verurteilt worden. Damit blieb das Strafmaß deutlich unter den von der Staatsanwaltschaft geforderten 15 Jahren.

(Quelle: focus.de)

Ein Kommentar zu “Sanader zu 10 Jahren Haft verurteilt”

  1. istra

    Heute am 20.11.2012 meldete der österrichesche TV-Sender ORF2 in den Nachrichten (ZIB), dass Herr Sanader in Kroatien weitere drei zusätzliche neue Straf-Anklagen zu erwarten hat.
    Es wird wohl nicht nur bei 10 Strafjahren bleiben…

    In einem Interview desselben Senders zur gleichen Sendezeit mit dem Haider-Aufdecker Rolf Holub (MdL Kärnten, Die Grünen) wurde von ihm gesagt, dass er in naher Zukunft mit neuen Skandalen in der Causa Sanader rechne.

    Auf der Homepage der Grünen Kärntens fand ich folgende Aussagen, die mich vermuten lassen, dass Herr Sanader schon lange aus Österreich heraus von der Kärntner Opposition aufs Korn genommen wurde, da das Datum der Konsultationen österreichischer Abgeordneter mit kroatischen Amtsstellen vom August 2010 mit den Beginn der Ermittlungen der kroatischen Antikorruptionsstaatsanwaltschaft USKOK zusammenfällt:

    ZITAT von der Homepage der Grünen Kärntens:
    31.08.2010 11:56
    Unterredungen zur Hypo-Causa in Kroatien erfolgreich

    Mit den Spitzen des kroatischen Bankwesens und der kroatischen Staatsanwaltschaft sind gestern und heute Rolf Holub, Landessprecher der Grünen Kärnten, sowie der Grün-Nationalratsabgeordnete Peter Pilz zusammengetroffen.

    Die Gespräche mit Željko Rohatinski (Gouverneur der kroatischen Nationalbank) sowie Mladen Bajic (kroatischer Generalstaatsanwalt) verliefen dabei äußerst zufriedenstellend.
    „Gerade in einem Geflecht wie der Hypo ist ein grenzüberschreitendes Denken und Handeln unbedingt notwendig um zu größtmöglicher Aufklärung zu kommen“ stellt Hypo-Untersuchungsausschussvorsitzender Holub fest. Die Bedeutung der Kroatien-Geschäfte im Hypo-Sumpf ist bekanntermaßen groß, politische Verbindungen zwischen Ex-LH Haider und dem kroatischen Ex-Premier Sanader sind nicht auszuschließen.

    Ein wichtiger Erfolg konnte in den Verhandlungen mit Rohatinski erzielt werden: so hat der kroatische Nationalbanksgouverneur einem Fragenkatalog zur Hypo-Causa zugestimmt und wird dem Untersuchungsausschusses auf diesem Weg Rede und Antwort stehen: „Ein wichtiger Schritt in Richtung Aufklärung der politischen Verantwortung im Untersuchungsausschuss“ bilanziert Holub.
    In zahlreichen weiteren Gesprächen mit kroatischen Journalisten sowie Hinweisgebern aus der Bevölkerung war es Holub und Pilz möglich, das Gesamtbild dieses Kriminalfalls zu verdichten: „Wir haben dem Hypo-Puzzle weitere fehlende Steine hinzugefügt. Dafür hat sich diese Expedition auf jeden Fall gelohnt“ so Holub.

    Um den Informationsfluss aus Kroatien für den Untersuchungsausschuss hochzuhalten ist eine Zusammenarbeit mit den offiziellen kroatischen Stellen und den angetroffenen Personen aus der Zivilbevölkerung geplant. Weitere Besuche in Kroatien sind somit fixiert.
    ENDE ZITAT.

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