Europapress Holding vor der Insolvenz

Wie derStandard.at gestern berichtete, befindet sich mit der EPH der größte Zeitungs- und Zeitschriftenverlag Kroatiens im Vorkonkursverfahren. Da das Unternehmen, welches jeweils zur Hälfte Ninoslav Pavić und der WAZ-Mediengruppe gehört, Forderungen der kroatischen Hypo Alpe Adria-Tochter in Höhe von 257 Millionen Kuna (33,58 Millionen Euro) nicht bedienen kann, beabsichtigt die Bank, diese in einen Eigentumsanteil von 90% umzuwandeln, um diesen dann einem neuen Investor anzubieten.

Firmengebäude in der Koranska ulicaDesweiteren werden andere Banken noch Forderungen in Gesamthöhe von 164 Millionen Kuna (Raiffeisenbank Austria: 25 Millionen Kuna, Zagrebačka banka/Unicredit: 120 Millionen Kuna, kroatische Entwicklungsbank HBOR: 19 Millionen Kuna) umschulden, während Finanzminister Slavko Linić dem Unternehmen Schulden gegenüber dem kroatischen Staat in Höhe von 8 Millionen Kuna erließ, was kroatische Medien auf das enge Verhältnis der Regierung zu Pavić zurückführen.

Laut Jutarnji list soll es bereits mehrere Interessenten für die Übernahme des Unternehmens (zu dem sie selber gehört) geben.

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